Ex-Werder-Talent debütiert
„Ich hoffe, dass ich solche Momente noch öfter genießen kann“: Ex-Werder-Talent Fabio Chiarodia feiert Bundesliga-Debüt für Gladbach
Werder Bremens einstiges Top-Talent Fabio Chiarodia hat am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim sein Bundesliga-Debüt für Borussia Mönchengladbach gefeiert und anschließend darüber gesprochen. Jetzt möchte der 18-jährige Innenverteidiger mehr.
Mit der Hoffnung auf mehr Spielzeit war Fabio Chiarodia im vergangenen Sommer von der Weser an den Niederrhein gewechselt, musste sich dort bei Borussia Mönchengladbach aber zunächst gedulden – bis vergangenen Samstag. Denn in der 86. Minute war es beim Stand von 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim so weit: Gladbachs Trainer Gerardo Seoane brachte das Top-Talent als zusätzliche Absicherung für die Innenverteidigung gegen drückende Gäste. Und der 18-jährige Ex-Spieler von Werder Bremen half mit, die knappe Führung ins Ziel zu retten. „Wir konnten uns heute mit den drei Punkten belohnen. Deshalb war es nochmal umso schöner“, freute sich Chiarodia anschließend im vereinseigenen TV über sein Debüt.
Nach Wechsel von Werder Bremen zu Borussia Mönchengladbach: Fabio Chiarodia feiert Bundesliga-Debüt für die Fohlenelf
„Der Borussia-Park ist ja bekannt für die Stimmung, es war sehr schön“, berichtete der gebürtige Oldenburger mit italienischen Wurzeln spürbar glücklich. Komplett neu war das für ihn allerdings nicht. Denn auch sein zuvor letztes Bundesliga-Spiel, das gleichzeitig sein Startelf-Debüt im Profi-Fußball war, hatte Fabio Chiarodia im Borussia-Park absolviert. Damals noch im Trikot des SV Werder Bremen. Im März 2023 hatte ihn Werder-Trainer Ole Werner aufgrund großer Personalnot gegen Borussia Mönchengladbach als Innenverteidiger aufgeboten. Chiarodia spielte bis zu seiner Auswechslung nach einer guten Stunde ordentlich und Werder holte einen Punkt. Dieses Mal waren es im anderen Trikot sogar drei. Das Warten hat sich also gelohnt – und noch mehr Spielzeit soll folgen, wie Chiarodia verdeutlichte: „Ich hoffe, dass ich solche Momente noch öfter genießen kann.“
Werder Bremen hatte Fabio Chiarodia nämlich auch wegen geringer Einsatzzeiten (drei Bundesliga-Spiele sowie jeweils ein Zweitliga- und DFB-Pokal-Spiel) im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von zwei Millionen Euro verlassen, nachdem er zuvor mehrere Jugendmannschaften durchlaufen und 2021 schließlich den Sprung in den Profi-Kader geschafft hatte. Werder bedauerte damals den Transfer und muss nun zuschauen, wie sich eines der größten Innenverteidiger-Talente seines Jahrgangs am Niederrhein statt an der Weser weiterentwickelt. (tos)