Nach 3:3-Unentschieden
„Unglaublich viel Herz und Leidenschaft“ – „Macht Geschmack auf mehr“: Stimmen zu Werders Last-Minute-Remis gegen Leverkusen
Der SV Werder Bremen hat gegen Bayer 04 Leverkusen ein 3:3-Unentschieden und damit einen Punkt geholt. Die Stimmen zum spektakulären Spiel von Trainer Horst Steffen und Co..
Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Wenn wir gegen Leverkusen spielen und einen Punkt holen, ist das schon mal gut. Wenn wir dann lange Zeit ein Mann weniger sind und 1:3 zurückliegen, ist das einfach nur ein tolles Ergebnis, das sich die Jungs erkämpft und erarbeitet haben. Wir haben die Möglichkeiten genutzt, die uns Leverkusen noch gelassen hat. Das war einfach eine starke Leistung, angepeitscht auch von unseren Fans, die uns da nicht im Stich gelassen haben. Die haben echt eine tolle Stimmung gemacht. Ich habe das Weserstadion das erste Mal so erlebt, das macht Geschmack auf mehr.“
... darüber, was aus dem Spiel erwachsen kann: „Ich glaube, dass dieser Zusammenschluss eindeutig war. Dass die Jungs gemerkt haben: „Wie bescheuert kann das eigentlich laufen heute?“, und trotzdem haben sie bis zum Schluss Gas gegeben. Das 3:2 hat geholfen, wirklich im Spiel zu sein und zu bleiben. Dann hatten wir das Gefühl, wir schaffen es noch. Das war gut, dass die Jungs diesen Glauben hatten, obwohl viele Dinge einfach in den vergangenen Wochen nicht so gut waren, wie sie es das normalerweise kennen. Das zeigt die Stärke der Jungs und kann sicherlich auch eine breite Brust geben.“
Werder Bremen-Stimmen zum 3:3 gegen Bayer Leverkusen - Marco Grüll: „Gibt der Mannschaft Energie und Selbstvertrauen“
Romano Schmid (Profi SV Werder Bremen): „Wir haben uns sehr viel vorgenommen fürs ganze Spiel und wollten hier was mitnehmen. Ende der ersten Halbzeit ist es uns extrem gut gelungen, Leverkusen, die noch nicht so gefestigt waren wie die Jahre zuvor, zu Ballverlusten zu zwingen. Und das muss unser Anspruch sein, dass wir mit genau der Intensivität in die Spiele gehen. Und dann auch nicht zu Hause 30 Minuten warten, um das zu tun. Trotzdem muss man auch die Situation bedenken: Es spielen zwei 18-Jährige hier zum ersten Mal in der Bundesliga, wir haben viele Verletzte. Es muss einfach noch viel gearbeitet werden die Saison – plus es wird auch noch ein bisschen Zeit brauchen, bis alles zu 100 Prozent greift. Aber wichtig ist, dass wir Moral und Mentalität bewiesen haben. Und dass wir es schaffen, alle Jungs zu involvieren und stark aussehen zu lassen. Ist ja nicht ganz so leicht für 18-Jährige, so ein wichtiges Spiel zu spielen.“
Marco Grüll (Profi SV Werder Bremen): „Mit einem Mann weniger und 1:3 hinten muss man erstmal zurückkommen. Ich glaube, wir haben es heute sehr, sehr gut gemacht. Natürlich war der Anschlusstreffer wichtig, weil wir dann wieder mehr an uns geglaubt haben, zum Schluss alles reingehauen und das Glück dann auch erzwungen. Natürlich ist es wichtig, wenn du im Pokal ausscheidest, den ersten Spieltag verlierst, dass du so zurückkommst, das gibt der Mannschaft sehr viel Energie und Selbstvertrauen. Und so wollen wir weitermachen.“
Werder Bremen erleichtert über Punkt gegen Bayer Leverkusen - Leo Bittencourt: „Vielleicht ein kleiner Brustlöser“
Leonardo Bittencourt (Profi SV Werder Bremen): „Jeder Punkt ist wichtig, gerade wenn man auch viele Verletzte hat. Wenn man ja schon in der Vorbereitung irgendwie ein komisches Gefühl hat, komische Stimmung hat, ist das vielleicht ein kleiner Brustlöser. Aber wir dürfen das Ganze jetzt auch nicht überbewerten. Leverkusen hat viel angeboten für uns. Wir haben noch viel, viel Arbeit vor uns und ja, jetzt haben wir eine Pause und dann hoffen wir, dass vielleicht ein paar Jungs wieder zurückkommen. Aber nichtsdestotrotz wartet dieses Jahr trotzdem eine Menge Aufgaben auf uns.
Isaac Schmidt (Neuzugang SV Werder Bremen): „Ich freue mich für die Mannschaft. Wir waren mit 10 Spielern 1:3 hinten. Dass es am Ende 3:3 steht, ist super für uns. Ich habe von diesem Transfer geträumt. Es hat so, so lang gedauert, das war schwierig für den Kopf, aber am Ende bin ich hier und ich bin glücklich.“
Werder Bremen-Boss Clemens Fritz lobt „unglaublich viel Herz und Leidenschaft“ gegen Bayer 04 Leverkusen
Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball SV Werder Bremen): „Ich hab mich unglaublich gefreut für die Mannschaft. Ich habe eine Mannschaft mit unglaublich viel Herz und Leidenschaft gesehen. Wir haben gegen Leverkusen gespielt, es war nicht so, dass wir uns ergeben haben. Wir haben versucht, das Spiel weiterzumachen, nach vorne zu spielen. Wenn man in Unterzahl noch zwei Tore macht, ist das einfach hochverdient, weil wir dran geblieben sind. Die Mannschaft hat sich belohnt. Riesen-Kompliment an alle.“
Erik ten Hag (Trainer Bayer 04 Leverkusen): „Wenn man 3:1 führt, muss man das Spiel zu Ende bringen und die drei Punkte mitnehmen. Es ist klar, die Mannschaft hat nicht funktioniert in dieser Phase des Spiels. Wir hatten natürlich junge, aber auch viele erfahrene Spieler auf dem Platz – die sollen dann auch Leadership (Führungsqualitäten, Anm. d. Red.) zeigen. Aber auch die jungen Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Die zwei Gegentore am Ende – das darf nie passieren im Profifußball.“
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