Agu überzeugt in Augsburg

Schwer zu stoppen: Felix Agu dreht bei Werder weiter auf und hat schon den dritten Elfmeter in der Rückrunde herausgeholt

Felix Agu dreht bei Werder Bremen aktuell auf.
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Felix Agu dreht bei Werder Bremen aktuell auf.

Felix Agu hat sich beim SV Werder Bremen auf der linken Seite festgespielt und bereits drei Elfmeter in der Rückrunde herausgeholt. Trainer Ole Werner freut sich über die neue „Waffe“.

Bremen – Manchmal klingen die Feinheiten des Fußballs ganz simpel: „Ich bin einfach gelaufen und habe gesehen, dass es ein Fifty-fifty-Ball werden könnte. Dann habe ich versucht, den Ball vorzulegen und eigentlich nur noch auf den Kontakt gewartet – und der kam dann.“ Die Folge: Felix Agu hatte mal wieder einen Elfmeter für den SV Werder Bremen herausgeholt, in der Partie beim FC Augsburg (3:0) war es der inzwischen dritte in dieser Saison. Doch nicht nur diese Szene bewies, dass der 24-Jährige aktuell richtig gut drauf und eine echte Bereicherung auf der linken Außenbahn ist. Kein Wunder also, dass Agu reichlich Lob einheimste.

Werder Bremens Ole Werner über Felix Agu: „Es gibt schon die Ansage, dass er diese Waffe einsetzen soll“

„Er hat es wirklich super gemacht. Wie er seit seiner Verletzung zurückgekommen ist, ist wirklich beeindruckend“, schwärmt beispielsweise Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. Zur Erinnerung: Es gab eine Zeit, da hing Agus junge Karriere am seidenen Faden. Hartnäckige Knieprobleme ließen den gebürtigen Osnabrücker leiden, monatelang scheiterten sämtliche Comeback-Versuche. Doch seit dem Spätherbst des vergangenen Jahres ist Felix Agu wieder da – und wie. „Ich freue mich sehr für ihn, denn ich weiß selbst, wie es ist, nach einer langen Verletzungszeit zurückzukommen. Dieses gute Gefühl hat er sich verdient“, findet Fritz. Und Trainer Ole Werner meint: „Er hat sehr gute tiefe Wege, ein gutes Timing samt guter Geschwindigkeit und ist deshalb schwer zu verteidigen.“ Wie jetzt in Augsburg bescherte Werder Bremen dieser Umstand auch schon eine Woche zuvor einen Strafstoß. Ende Januar hatte es auch schon gegen Freiburg mit einem herausgeholten Elfmeter geklappt. „Es gibt schon die Ansage, dass er diese Waffe einsetzen soll“, verrät Werner. „Er merkt natürlich immer mehr, dass das gut funktioniert – und die Mitspieler merken, welche Laufwege er hat und können das entsprechend einsetzen.“

Felix Agu hat sich bei Werder Bremen festgespielt: Gemeinsame Einsätze mit Torschütze Olivier Deman?

Seinen Platz in der Startelf des SV Werder Bremen hat Felix Agu mit Aktionen wie diesen längst zementiert, das teaminterne Duell mit Olivier Deman für sich entschieden. „Das heißt nicht, dass wir Oli nicht auch zutrauen, es gut zu machen“, sagt Werner über den Belgier, der in Augsburg kurz nach seiner Einwechslung das entscheidende 3:0 köpfte. „Vielleicht stehen auch mal beide zusammen auf dem Platz. Oli kann auch eine Position weiter vorne spielen, im 3-4-3. Aber Felix macht es gerade gut und tut uns mit der Komponente Geschwindigkeit richtig gut.“ Vor allem dann, wenn die Gegenspieler darauf nur noch mit Fouls reagieren können. Am liebsten im Strafraum. „In den letzten Jahren war das nicht so häufig der Fall, aber es freut mich, dass ich der Mannschaft so jetzt helfen kann“, erklärt Agu ganz bescheiden und lächelte zufrieden. (mbü/dco)

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