Keine Interessenskonflikte
Medienbericht: Frank Baumann gibt Werder-Anteile wegen Schalke-Engagement ab
Frank Baumann steht vor einem Engagement als Sportvorstand bei Schalke 04. Der Ex-Profi möchte deshalb wohl seine Anteile als Investor bei Werder Bremen abgeben.
Update (9. April 2025): Offiziell! Frank Baumann wird Schalker und gibt seine Anteile an Werder Bremen ab!
Bremen – Noch immer fehlt die offizielle Bestätigung, dass Frank Baumann tatsächlich neuer Sportvorstand des FC Schalke 04 wird. Doch die Vollzugsmeldung ist nur noch eine Frage der Zeit, im Hintergrund werden die Weichen längst gestellt. Dazu gehört auch, dass der ehemalige Sportchef des SV Werder Bremen – so berichtet es nun der „kicker“ – seine Investorenanteile zurückgibt und nicht mehr länger Teil des regionalen Bündnisses sein wird, das dem Bundesligisten im Vorjahr einen finanziellen Zuwachs in Höhe von 38 Millionen Euro bescherte.
Frank Baumann gibt wohl Anteile als Investor bei Werder Bremen ab - Abnehmer unklar
18 Prozent der Anteile an der ausgegliederten GmbH & Co KGaa hatte das Konsortium im Januar 2024 erworben, Frank Baumann als Teil davon in einem DeichStube-Interview als persönlichen Beweggrund unter anderem angegeben: „Ich bin seit 25 Jahren im Verein. Durch Werder habe ich zudem als Spieler und auch danach als Funktionär gut verdient. Da möchte ich etwas zurückgeben.“ An der Nähe zu den Grün-Weißen hat sich seither nichts geändert, bis zuletzt verfolgte der inzwischen 49-Jährige regelmäßig die Partien der Profis, von Werder Bremens Frauen und auch des Nachwuchses. Doch nun naht die neue Aufgabe im Ruhrgebiet – da könnte es leicht zu einem Interessenkonflikt kommen. Um diesem vorzubeugen, sollen die Anteile nun wieder abgegeben werden.
Ob es bereits einen neuen Abnehmer gibt, ist bislang noch nicht bekannt. Doch schon während der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins im vergangenen November hatte Präsident Hubertus Hess-Grunewald verlauten lassen, dass der SV Werder Bremen e.V. als Mehrheitsgesellschafter weitere Abgaben plant und das Investorenbündnis erweitert werden könne. „Das Präsidium ist bereit dazu, weitere Anteile zu veräußern. Wir haben festgelegt, es zunächst auf maximal 25 Prozent zu deckeln“, sagte der 64-Jährige damals. Und weiter: „Wenn wir jetzt nochmal zehn Millionen Euro einsammeln würden, dann würden wir nach aktuellem Unternehmenswert bei ungefähr 22 Prozent verkaufter Anteile insgesamt landen. Das könnte eine realistische Größenordnung sein, auch wenn sie schwer zu erreichen ist. Die Geschäftsführung hat das grüne Licht bekommen, in diese Richtung zu agieren.“ (mbü)