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Bremen - Robert Bauer ist unzufrieden mit seiner Reservistenrolle bei Werder. Das teilte er der Öffentlichkeit über seinen Berater mit - ebenso wie die Tatsache, dass ein Wechsel im Sommer forciert werden soll.
Werders Sportchef Frank Baumann reagiert betont gelassen auf die Personalie Bauer. „Es überrascht mich nicht, dass er mit seiner Rolle nicht zufrieden ist“, sagt der 42-Jährige. „Dass er sich Gedanken macht, kann ich verstehen.“
Fakt sei aber, dass Theodor Gebre Selassie als Rechtsverteidiger unter Trainer Florian Kohfeldt die Nase vorn hat. „Da muss Robert natürlich überlegen, was das Beste für ihn persönlich ist“, meint Baumann. Genau das scheint Bauer getan zu haben - mit dem Resultat: Nach der Saison muss ein Vereinswechsel her, trotz des bis 2020 laufenden Vertrags. Baumann sagt freilich nicht offen, dass er bereit ist, den unzufriedenen Profi ziehen zu lassen. Ein Plädoyer für dessen Verbleib klingt aber auch anders.
Verlässt Bauer Werder, muss Ersatz her
„Wichtig ist erstmal, dass Robert weiter fokussiert arbeitet“, betont Baumann, vier Spiele stünden schließlich noch an, „und da kann sehr viel passieren.“ Nach der Saison will der Sportchef mit dem Spieler und dessen Berater in aller Ruhe besprechen, wie es weitergeht.
Für den Fall, dass Bauer tatsächlich geht, bräuchte Werder einen neuen Herausforderer für Gebre Selassie. Luca Zander, der noch bis 2019 an den FC St. Pauli ausgeliehen ist, wird es nach Informationen der DeichStube aber nicht. Bleiben die Hamburger in der Zweiten Liga, wird Werder die Leihe nicht vorzeitig beenden. Steigt der Kultclub ab, geht Zander zwar nicht mit in die Dritte Liga, wird aber auch bei Werder eher kein fester Bestandteil des Profi-Kaders. Gut möglich, dass der 22-Jährige dann an einen anderen Club weiterverliehen wird.