Wechsel noch lange nicht perfekt
Baumann versteht Delaneys BVB-Aussagen
Bremen - Thomas Delaney ist etwas vorgeprescht, hat ein bisschen von seinem möglichen neuen Arbeitgeber geschwärmt – und damit seine Wechselabsichten Richtung Borussia Dortmund unterstrichen.
Dem einen oder anderen Werder-Fan mag das nicht gefallen, Sportchef Frank Baumann geht damit ganz nüchtern um. Er fühlt sich nicht unter Druck gesetzt und rechnet nicht mit einer schnellen Entscheidung. „Es sieht nicht danach aus, als ob sich in den nächsten Tagen etwas tut“, erklärt Baumann auf Nachfrage der DeichStube.
Die „Welt“ hatte am Mittwoch berichtet, dass der Transfer von Delaney zu Borussia Dortmund am Freitag offiziell verkündet werde. Spieler und Verein seien sich einig, die Clubs im Prinzip auch. Die Ablösesumme solle 24 Millionen Euro betragen – plus einer möglichen Zusatzzahlung von drei Millionen Euro, falls sich der BVB auch in der nächsten Saison für die Champions League qualifiziert.
Noch keine Einigung zwischen Werder und dem BVB
Doch eine Einigung zwischen Werder und dem BVB gibt es nicht, betont Baumann. Mehr möchte er zum aktuellen Stand der Verhandlungen nicht sagen. Baumann wirkt dabei aber ziemlich entspannt. Das kann er offenbar auch sein. Denn Werder liegen für Delaney auch lukrative Angebote von Clubs aus der Premier League vor. Allerdings hat sich der Däne für einen Wechsel innerhalb der Bundesliga entschieden. Der BVB hat ihn mit der Aussicht, um Titel und in der Champions League zu spielen, überzeugt.
„Dortmund ist für mich ein Top-2-Club in Deutschland. Sie spielen um die Meisterschaft und sind in der Champions League. Für mich ist es ein Top-10-Club der Welt, also ist es natürlich ein interessanter Club für mich“, hatte der 26-Jährige unlängst der dänischen Zeitung „Ekstrabladet“ gesagt.
Baumann: BVB-Aussagen Delaneys „gutes Recht“
Das sorgte natürlich schon für Aufsehen. Bislang hatte es Delaney geschafft, seinen Wechselwunsch so zu moderieren, dass ihm niemand bei Werder böse sein konnte. Für Baumann hat sich daran auch nichts geändert: „Dass Thomas öffentlich bestätigt, dass Dortmund Interesse an ihm hat, ist sein gutes Recht. Das ist okay.“
Schließlich wird ja auch verhandelt. Dortmund und Werder liegen dem Vernehmen nach aber noch weit auseinander. Werder fordert angeblich 25 Millionen Euro Ablöse, Dortmund bietet nur 15 Millionen Euro. An Gerüchten, der BVB wolle Sebastian Rode als Zugabe zu der Ablöse nach Bremen transferieren, ist nichts dran.
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