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Unten jubelt die Mannschaft, darüber die Fans: Die Frauen des SV Werder Bremen sind mit einem Sieg gegen den Hamburger SV ins DFB-Pokal-Finale eingezogen.
Hamburg - Die Frauen des SV Werder Bremen stehen sensationell im DFB-Pokal-Finale! Der SVW setzte sich am Sonntagnachmittag in einem wilden Spiel mit 3:1 (1:1, 0:0) n. V. gegen den Hamburger SV im Volksparkstadion durch. Vor einer Rekordkulisse von 57.000 Zuschauern trotzten die Grün-Weißen sogar einer knapp 60-minütigen Unterzahl. Aber der Reihe nach.
Die Werder-Frauen hatten zunächst große Probleme, einen Fuß in dieses DFB-Pokal-Halbfinale zu bekommen. Die Grün-Weißen luden den HSV immer wieder ein, doch der Zweitligist konnte aus mehreren guten Abschlussmöglichkeiten kein Kapital schlagen. Mit fortlaufender Spieldauer kam Werder Bremen aber immer besser rein. Nach einer Bogenlampe tauchte Maja Sternad plötzlich völlig frei vor dem Hamburger Tor auf, vergab diese Riesenchance jedoch mehr als kläglich, weil sie das Gleichgewicht verlor und am Ball vorbei haute (37.). Eine Szene, die das Werder-Spiel bis dahin ganz treffend widerspiegelte.
Werder Bremen tut sich gegen den HSV lange schwer – und muss im DFB-Pokal-Halbfinale dramatisch in die Verlängerung
Auch nach der Halbzeitpause kam der HSV wacher aus der Kabine und hatte so erneut die ersten Offensivaktionen. In der 54. Minute folgte dann der große Schockmoment aus Werder-Sicht: Saskia Matheis sah nach einem Foul an Baum die Ampel-Karte. Eine strittige Entscheidung, da Matheis auch den Ball spielte. Doch in Überzahl tat sich der Hamburger SV gegen die Werder-Frauen überraschend schwer. Chancen blieben für lange Zeit Mangelware. Doch dann begann eine unglaublich kuriose Schlussphase.
Nach einem Mega-Patzer von HSV-Keeperin Inga Schuldt, die den Ball leichtfertig an Nutznießerin Sophie Weidauer verlor, musste diese nur noch zur Werder-Führung einschieben – aus dem Nichts (81.). In der Schlussminute glich der kämpfende Nord-Rivale jedoch verdient aus. Einen Freistoßabpraller köpfte Sarah Stöckmann unhaltbar ein. Nach sechsminütiger Nachspielzeit ging es dann in die Verlängerung.
Später Jubel in der Verlängerung: Die Frauen des SV Werder Bremen ziehen gegen den HSV ins DFB-Pokal-Finale ein
Dort sah es zunächst nach einer Entscheidung im Elfmeterschießen aus, doch nach einem Traumpass von Mahmoud schoss Weidauer aus kurzer Distanz zur umjubelten Führung für Werder ein (118.). Der HSV warf nun alles nach vorne, dadurch gab es Platz zum Kontern - und diesen nutzte Werder Bremen zur endgültigen Entscheidung. Ein langer Ball landete über Umwege bei Verena Wieder, die das Leder erst ans Gebälk lupfte, den Abpraller aber problemlos im Hamburger Kasten unterbrachte (120+1.). Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, denn: Die Werder-Frauen stehen erstmals sensationell im DFB-Pokal-Finale! Dort treffen die Grün-Weißen am 1. Mai (16 Uhr im DeichStube-Liveticker) auf den großen Favoriten FC Bayern München. (fwa)
Emotionen pur - und ab ins Finale! Die schönsten Jubel-Bilder vom Pokal-Erfolg der Werder-Frauen beim HSV