Werder-Frauen feiern Bestmarke
Mit traumhaftem Fallrückzieher-Tor: Werder-Frauen bezwingen Jena und stellen neuen Rekord auf
Die Frauen des SV Werder Bremen haben mit ihrem 3:0-Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena eine neue Bestmarke aufgestellt. Der Spielbericht.
Bremen – Gleich mehrere tolle Geschichten haben die Frauen des SV Werder Bremen am Samstag rund um den 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen Carl Zeiss Jena geschrieben: Erst erzielte Angreiferin Larissa Mühlhaus per Fallrückzieher ein absolutes Traumtor und dann feierte Sommer-Neuzugang Sharon Beck nach ihrem Kreuzbandriss als Joker ihr Bundesliga-Debüt im grün-weißen Trikot. Abgerundet wurde die erfolgreiche Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern durch einen neuen Bundesliga-Rekord: Mit jetzt 29 Punkten spielen die Werder-Frauen schon jetzt, zwei Spieltage vor Saisonende, die beste Saison der Vereinsgeschichte. Weil zuvor RB Leipzig mit 0:3 gegen die SGS Essen verloren hatte, kletterten die Bremerinnen außerdem auf Rang sieben.
Frauen des SV Werder Bremen brauchen Anlaufzeit – Larissa Mühlhaus erzielt Traumtor per Fallrückzieher
Die Frauen des SV Werder Bremen brauchten gegen Carl Zeiss Jena allerdings reichlich Anlaufzeit. In den ersten 25 Minuten kamen die Grün-Weißen überhaupt nicht ins Spiel und konnten sich glücklich schätzen, dass erst Hanna Nemeth (21.) und dann Livia Peng (23., 32.) einen Rückstand verhinderten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Bremerinnen zwar immer mutiger und ballsicherer, richtige Torchancen konnten sie sich aber zunächst nicht herausspielen, weil es an der letzten Präzision fehlte. Diese hatte sich zumindest Larissa Mühlhaus aber augenscheinlich für einen ganz besonderen Moment aufgespart. Nach einer Ecke stieg die Angreiferin artistisch in die Höhe und versenkte den Ball per Fallrückzieher im gegnerischen Tor (39.) – ein Bewerbungsschreiben für das „Tor des Monats“ und die Führung für die Werder-Frauen. Damit ging es dann auch in die Halbzeit.
Werder Bremen-Frauen schlagen Carl Zeiss Jena souverän – später Doppelschlag macht es deutlich
Im zweiten Durchgang zeigten die Bremerinnen von Beginn an eine bessere Leistung, ließen aber mehrere gute Chancen ungenutzt. Gleichzeitig hatten sie Glück, dass Jena nach einem missglückten Peng-Dribbling nicht ins leere Werder-Tor traf (53.). Auch in der Folge mangelte es vor allem bei Werder Bremen nicht an Tor-Chancen, weitere Treffer ließen aber lange auf sich warten. In der Schlussphase gelang den Werder-Frauen dann aber sogar ein Doppelschlag: Erst traf Saskia Matheis sehenswert aus halbrechter Position im Strafraum zum 2:0 (87.). Dann vollende Emöke Papai einen Bremer Konter frei vor Jenas Torhüterin Mariella El Sherif zum 3:0 (89.). Damit können die Bremerinnen mit gutem Gefühl zum DFB-Pokal-Finale nach Köln reisen, wo sie dem großen Favoriten FC Bayern München am Donnerstag (16 Uhr im DeichStube-Liveticker) Paroli bieten wollen. (tos)
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