Werder-Heimsieg im Derby
Dank Mühlhaus-Doppelpack: Werder feiert Derbysieg vor Rekordkulisse
Die Frauen des SV Werder Bremen gewinnen ihr erstes Bundesliga-Nordderby gegen den Hamburger SV vor einer Rekordkulisse im Weserstadion verdient mit 2:0 (1:0) - der Spielbericht der DeichStube!
Bremen – Rekordkulisse, beeindruckende Stimmung – und ein sportlicher Auftritt, der dem Rahmen angemessen war: Die Frauen des SV Werder Bremen haben am Samstagabend das prestigeträchtige Nordderby gegen den Hamburger SV für sich entschieden und vor 37.000 Zuschauern einen 2:0 (1:0)-Heimsieg im Weserstadion eingefahren. Beide Tore für die Mannschaft von Trainerin Friederike „Fritzy“ Kromp erzielte Ex-Hamburgerin Larissa Mühlhaus. Nach nunmehr sechs Spieltagen hat Werder zehn Punkte auf dem Konto und hält damit Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga.
Werder Bremen feiert Nordderby-Heimsieg gegen den Hamburger SV vor Rekordkulisse im Weserstadion
Im Vergleich zur deutlichen 0:4-Pleite bei Double-Sieger FC Bayern München hatte Trainerin Kromp nur eine Änderung an ihrer Startelf vorgenommen: Für Ricarda Walkling rückte Verena Wieder ins Team und agierte auf dem linken Flügel. Dort war die 25-Jährige Teil einer Offensive des SV Werder Bremen, die früh für Aufsehen sorgte. Bereits in der fünften Minute gab es den ersten echten Höhepunkt der Partie – und die Führung für die Gastgeberinnen.
Im Hamburger Strafraum schoss Larissa Mühlhaus ihrer Gegenspielerin Svea Stoldt den Ball aus kurzer Distanz gegen den Arm – Schiedsrichterin Riem Hussein zögerte keine Sekunde lang und entschied auf Elfmeter. Mühlhaus schnappte sich den Ball und verwandelte eiskalt zum 1:0, was die von Beginn an beeindruckende Kulisse im Weserstadion endgültig entzündete. Kurz darauf bot sich den Bremerinnen die Chance, schnell nachzulegen, allerdings geriet ein Kopfball von Medina Desic zu unplatziert (11.).
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Blitzstart vor Rekordkulisse: Ex-Hamburgerin Larissa Mühlhaus schießt Werder Bremen zum Nordderby-Sieg
Die Gäste aus Hamburg benötigten etwas Anlaufzeit, waren dann jedoch darum bemüht, ihrerseits Akzente zu setzen. Für ernsthafte Gefahr sorgte das Team um Trainerin Liése Brancão dabei aber nicht. Vielmehr war es Werder Bremen, das im eigenen Wohnzimmer den Ton angab. Im Vergleich zum Aufsteiger zeigten die Bremerinnen die reifere Spielanlage. Dennoch blieben auch vor dem HSV-Tor Chancen über weite Strecken der ersten Hälfe Mangelware. Die weiteren Höhepunkte: In der 17. Minute hätte Maja Sternad nach schönem Zuspiel von Desic auf die freistehende Wieder querlegen müssen, schloss aber zu eigensinnig selbst ab, wodurch die Möglichkeit verpuffte. Kurz nach einem Distanzschuss von Wieder (39.) war dann Pause.
Durchgang zwei begann mit einem Schreckmoment für Werder Bremen: Nur Sekunden nach Wiederanpfiff traf die eingewechselte Hamburgerin Maria Mikolajova aus rund 20 Metern den Pfosten (46.). Im direkten Gegenzug war es dann Sternad, die nach Vorarbeit der starken Larissa Mühlhaus ebenfalls am Aluminium scheiterte (48.). Das Nordderby hatte nun so richtig Fahrt aufgenommen, ehe es den zweiten Strafstoß des Abends gab, wieder für Werder, wieder nach einem Handspiel. Nachdem HSV-Spielerin Leni Marie Eggert eine Flanke von Michelle Weiß an den Arm bekommen hatte, war es einmal mehr Mühlhaus, die die Nerven behielt und vom Punkt aus mit ihrem fünften Saisontreffer auf 2:0 erhöhte (57.).
Dank Doppelpack von Larissa Mühlhaus: Werder Bremens Frauen schlagen HSV im Nordderby
Werder Bremen, so schien es, hatte nun alles im Griff, doch der HSV setzte immer mal wieder Nadelstiche, wie in der 70. Minute, als Mariella El Sherif im Bremer Tor stark gegen Melanie Brunnthaler rettete. In der Schlussphase boten sich Werder einige Gelegenheiten, den Derbysieg noch deutlicher zu gestalten, was nicht gelang. Nach dem Schlusspfiff war die Stimmung im Weserstadion dennoch feierlich-ausgelassen und mit Sicherheit ein Argument für weitere Spiele des Frauenteams auf der großen Bühne.
Für Trainerin Kromp steht nach dem Nordderby am kommenden Spieltag bereits das nächste besondere Duell an: Mit Werder Bremen gastiert sie am Sonntag, 19. Oktober, ab 14 Uhr (DeichStube-Liveticker) bei ihrem Ex-Club Eintracht Frankfurt, wo sie bis zum Sommer für die zweite Frauen-Mannschaft verantwortlich war. (dco)
SV Werder Bremen: El Sherif – Weiß, Ulbrich, Nemeth, D’Angelo – Hausicke, Wirtz (72. Beck), Sternad, Mühlhaus, Wieder (59. Arfaoui) – Desic (72. Pápai)
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