Werder verliert gegen Wolfsburg

Bittere Niederlage vor Rekordkulisse auf „Platz 11“: Werder-Frauen verlieren trotz guter Leistung gegen den VfL Wolfsburg

Bittere Niederlage im letzten Heimspiel der Saison: Michelle Ulbrich (links) und die Frauen des SV Werder Bremen unterliegen dem VfL Wolfsburg trotz einer starken Leistung.
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Bittere Niederlage im letzten Heimspiel der Saison: Michelle Ulbrich (links) und die Frauen des SV Werder Bremen unterliegen dem VfL Wolfsburg trotz einer starken Leistung.

Die Bundesliga-Frauen des SV Werder Bremen haben das letzte Heimspiel der Saison mit 0:3 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg verloren. Der Spielbericht der DeichStube.

Bremen – Schade, da war mehr drin! Die Frauen des SV Werder Bremen haben das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg verloren. Vor 3.478 Zuschauern im Stadion „Platz 11“ - ein neuer Rekord - setzte es für die Grün-Weißen eine knappe 0:3 (0:1)-Niederlage. Die Bremerinnen zeigten im letzten Heimspiel der Saison einen engagierten Auftritt und waren phasenweise die bessere Mannschaft. Vor dem Tor fehlte Werder jedoch immer wieder das nötige Glück. Die „Wölfinnen“, immerhin frischgebackener DFB-Pokalsieger und Tabellenzweiter in der Liga, zeigten dagegen einen über weite Strecken mauen Auftritt, doch die individuelle Klasse reichte für einen am Ende doch klaren Sieg. Lena Oberdorf (41.), Sveindis Jonsdottir (83.) und Chantal Hagel (85.) trafen für die Gäste.

Trainer Thomas Horsch hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 4:2-Heimsieg gegen den MSV Duisburg auf zwei Positionen verändert: Für Reena Wichmann und Hanna Nemeth rückten Michaela Brandenburg und Chiara Hahn gegen den VfL Wolfsburg in die Bremer Startelf. Hahn, die den Verein im Sommer in Richtung TSG Hoffenheim verlässt, durfte damit ebenso von Beginn an auflaufen wie Nina Lührßen, die auch ihr letztes Heimspiel für Werder bestritt und zu Eintracht Frankfurt wechselt. Vor dem Anpfiff wurden die beiden Leistungsträgerinnen von Birte Brüggemann, Werders Abteilungsleiterin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedet, auch die Torhüterinnen Hannah Etzold und Guro Pettersen, die Werder Bremen im Sommer verlassen, wurden geehrt.

Werder Bremens Saskia Matheis verpasst gleich zweimal den Führungstreffer gegen den VfL Wolfsburg

Ins Spiel starteten beide Mannschaften bei hochsommerlichen Temperaturen allerdings verhalten. Sowohl die Bremerinnen als auch die Gäste aus Wolfsburg leisteten sich viele Abspielfehler. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe es erstmals gefährlich wurde - doch Nina Lührßen setzte ihren Schuss aus 20 Metern deutlich über das Tor. Für die Werder-Frauen war der Abschluss aber so etwas wie ein Weckruf, denn in den folgenden Minuten erspielten sich die Grün-Weißen gleich mehrere Torchancen. Tuana Mahmoud scheiterte mit ihrem wuchtigen Schuss an der gut reagierenden Merle Frohms (21.), auch Saskia Matheis (24.) musste sich der VfL-Keeperin geschlagen geben. Kurz darauf hatte Matheis dann erneut die Chance zum 1:0, doch die scharfe Hereingabe von Lührßen rutschte ihr wenige Meter vor dem Tor über den Fuß. Umso ärgerlicher war deshalb aus Sicht des SV Werder Bremen, dass die „Wölfinnen“ aus dem Nichts in Führung gingen: Nach einer Ecke von Joelle Wedemeyer war der Ball über Umwege an den zweiten Pfosten gelangt, wo Lena Oberdorf einköpfte (41.). Der VfL Wolfsburg hatte in den Minuten zuvor zwar das Tempo angezogen, bis zum Führungstreffer aber keinen Torschuss abgegeben.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Bremerinnen, bei denen Reena Wichmann für Chiara Hahn ins Spiel kam, an die gute erste Halbzeit anknüpfen, doch die erste Chance hatte der VfL Wolfsburg: Alexandra Popp setzte ihren Freistoß aus 18 Metern aber knapp über das Tor des SV Werder Bremen (51.). Im Gegenzug kam Tuana Mahmoud kurz vor dem Wolfsburger Strafraum zu Fall, doch der Versuch von Nina Lührßen aus zentraler Position war kein Problem für Merle Frohms (53.). Die Bremerinnen bemühten sich zwar, hatten zunächst aber Glück, dass Dominique Janssen (63.) und Jule Brand (64.) nicht für den VfL Wolfsburg erhöhten. Dann bot sich Tuana Mahmoud die große Chance zum Ausgleich, doch der Abschluss der 21-Jährigen rauschte nach toller Einzelaktion knapp am langen Pfosten vorbei (66.).

Eingewechselte Sveindis Jonsdottir und Chantal Hagel sorgen gegen Werder Bremen für die Entscheidung zugunsten des VfL Wolfsburg

Werder Bremen wurde nun stärker und erspielte sich ein Übergewicht, weitere klare Torchancen blieben erstmal Mangelware. Um ein Haar hätte Livia Peng mit einer Slapstick-Einlage für das 0:2 aus Bremer Sicht gesorgt: Die Keeperin rutschte bei einem Weitschuss von Alexandra Popp weg, konnte den Ball aber im Fallen gerade noch so zur Ecke parieren (75.). Beim Kopfball von Marina Hegering war Peng wieder gewohnt auf dem Posten (77.). Auf der Gegenseite stürmte Sophie Weidauer in den Strafraum, ihr Schuss strich aber knapp am langen Pfosten vorbei (80.). Mit einem Doppelschlag sorgte der VfL Wolfsburg dann für die Entscheidung: Erst erhöhte die eingewechselte Sveindis Jonsdottir nach einem Querpass von Lena Oberdorf auf 2:0 (83.), kurz darauf legte die ebenfalls eingewechselte Chantal Hagel auf Vorarbeit von Jonsdottir das dritte Wolfsburger Tor nach (85.). So stand am Ende der 14. Wolfsburger Sieg in Serie gegen die Bremerinnen, die am kommenden Montag zum Saisonabschluss bei Bayer Leverkusen antreten (Montag, 20. Mai, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). (nag)

Werder Bremen-Frauen: Peng (86. Etzold) - Weiß (82. Kunkel), Ulbrich, Brandenburg - Hahn (46. Wichmann), Matheis (65. Bernhardt), Dieckmann (82. Sehan), Wirtz, Lührßen - Mahmoud, Weidauer

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