Werder-Frust nach Auftakt-Pleite
„In allen Belangen deutlich zu wenig“: Werder-Frust nach deutlicher Pleite bei Eintracht Frankfurt - die Stimmen zum Spiel
Fehlstart perfekt: Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Auftaktspiel gegen Eintracht Frankfurt deutlich mit 1:4 (0:2) verloren. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Horst Steffen, Kapitän Marco Friedl und Co.
Horst Steffen (Trainer SV Werder Bremen): „Wir haben die Angriffe ordentlich vorbereitet, haben dann am Strafraum aber die Finten, den Pass oder den Schuss nicht angebracht, weil wir in der Entscheidungsfindung nicht gut waren. Dann machen wir die Fehler und Frankfurt aus dem Nichts die Tore – das ist ihre Qualität, aus wenig viel zu machen. Wir wussten über diese natürlich vorher, haben uns aber trotzdem mehr ausgerechnet. (...) Wir werden weiter trainieren und dann werden die Abläufe noch besser und klarer werden, dementsprechend habe ich die Hoffnung, dass sich die Jungs weiterentwickeln. Zusätzlich wird auch der eine oder andere Verletzte wiederkommen, möglicherweise wird uns auch noch ein Transfer gelingen, damit wir noch mehr Ausgeglichenheit im Kader und mehr Qualität auf dem Platz haben. Und daher bin ich zuversichtlich, auch wenn die nächsten Gegner nicht einfach sein werden. Trotzdem haben wir in jedem Spiel die Chance, auch gegen gute Gegner mitzuhalten. Deswegen bin ich immer positiv, ich sehe Ansätze, daran müssen wir weiter arbeiten und dann werden die Erfolge auch kommen.“
Werder Bremen nach Auftakt-Pleite und Fehler-Festival gegen Eintracht Frankfurt gefrustet: „Das wird gegen jeden Gegner bestraft“
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Wir kommen gut ins Spiel rein. Ich finde, dass wir klar wussten, dass die Eintracht kommen wird, dass sie versuchen wird, direkt die Fans mitzunehmen. Wir hätten dafür grundsätzlich viele Lösungen gehabt, unterm Strich war es aber in allen Belangen zu viel wenig. Die Eintracht hat uns in allen Belangen den Schneid abgekauft. Frankfurt ist eine sehr, sehr gute Mannschaft und das werden sie auch dieses Jahr wieder sein, aber von uns war es einfach zu wenig und so wirst du auch keine Spiele gewinnen. (...) In jedem Bundesliga-Spiel musst du über die gesamte Distanz deine Leistung zu 100 Prozent bringen und darfst dir keine Phasen erlauben, so wie heute, dass wir uns drei Tore selber einschenken. Das wird nicht nur gegen die Eintracht bestraft, sondern gegen jede Mannschaft in der Bundesliga. Wenn wir das nicht abstellen, werden wir auch nächste Woche nicht erfolgreich sein.“
Niklas Stark (Profi SV Werder Bremen): „Ich glaube, wir haben schon vereinzelt gezeigt, dass wir auch mithalten können. Das waren Phasen, die man jetzt auch ausdehnen darf im Laufe der Saison. Wir haben nur Ansätze gezeigt, aber ich glaube, wenn wir die über die komplette Spielzeit gezeigt hätten, hätten wir in Frankfurt eine Chance gehabt. So wird es dann schwer.“
„Wir haben nur Ansätze gezeigt“: Werder Bremen übt nach deutlicher Niederlage gegen Eintracht Frankfurt Kritik
Senne Lynen (Profi SV Werder Bremen): „Ich finde eigentlich, dass wir die ersten fünfzehn Minuten ganz gut überstanden haben. Es ging hier richtig mit Tempo los, aber die Phase haben wir überlebt und hatten selbst ein paar Gelegenheiten, die wir besser hätten ausspielen müssen. Wenn wir da in Führung gehen, wäre es wahrscheinlich ein anderes Spiel geworden. Die Gegentore waren dann einfach wieder zu einfach. Besonders das dritte Gegentor darf so nicht passieren und tat zu dem Zeitpunkt richtig weh.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Tore fallen meistens, wenn Fehler passieren. Und man muss ganz ehrlich sagen, dass wir heute zu viele einfache Fehler gemacht haben. Dann kannst du das gegen Frankfurt auch schwer verteidigen, die haben eine hohe individuelle Qualität, eine gute Dynamik und einen guten Speed. Das erste Tor war ein schönes Tor, aber wenn man sich die anderen Treffer ansieht, haben wir uns zu gravierende Fehler geleistet, um es verteidigen zu können.“
Werder Bremen-Ex Michael Zetterer über kurioses Debüt für Eintracht Frankfurt: „Es war schon irgendwie komisch“
Michael Zetterer (Torhüter Eintracht Frankfurt): „Es war schon komisch irgendwie zu Beginn. Aber klar, ich wollte natürlich mit einem Sieg starten, da gibt es leider im Fußball keine Gnade. Es war ein gutes Debüt, glaube ich. Ich versuche, mit Leistungen vornewegzugehen und das hat heute ganz gut geklappt.“
Über die Werder-Fans? „Klar, zehneinhalb Jahre gehen nicht spurlos an einem vorbei. Es ist kein Geheimnis – jeder weiß, was Werder und Bremen für mich bedeuten. Ich habe das Banner von den Fans für mich gesehen. Deswegen musste ich da nochmal hin.“
Can Uzun (Torschütze Eintracht Frankfurt): „Ich hätte mir den Bundesliga-Auftakt nicht schöner vorstellen können, ein toller Sieg. Wir sind sehr glücklich, ich freue mich auch über mein Tor. Eigentlich schieße ich nicht so oft aus dieser Position, aber der Ball lag so gut - und es war dann ja auch ein sehr schönes Tor. Den Treffer widme ich meiner Freundin und meiner Mutter, die heute auch da waren.“
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