Verhalten des Verteidigers wirkt nach
Kohfeldt: „Für Sane gab es keinen Weg zurück“
Bremen - In Frankreich wartet Lamine Sane aktuell auf die Vertragsunterschrift bei seinem neuen Club FC Metz. In Bremen wirkt derweil das Verhalten des Abwehrspielers noch nach.
Trainer Florian Kohfeldt ist sauer auf Sane. „Als Mensch ist Lamine mir grundsätzlich in guter Erinnerung. Was er sich aber in diesem speziellen Fall da erlaubt hat, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt der Werder-Coach über den ehemaligen Bremer Abwehrchef. Weil Sane in der vergangenen Woche zwei verabredete individuelle Trainingseinheiten geschwänzt hatte, wurde er von Werder Bremen suspendiert. So provozierte er auch seinen Wechsel zum FC Metz.
Die Trennung, das betont Kohfeldt ganz deutlich, sei alternativlos gewesen: „Aus meiner Sicht gab es in dem Moment für Lamine keinen Weg zurück. Er hat sich in einer schwierigen Situation außerhalb der Regeln und damit außerhalb unserer Gruppe gestellt.“ Also: Rausschmiss!
Erpressung? „Das ist schon ein ziemlich großes Wort“
Kohfeldt hat mit der Entscheidung Härte demonstriert, hat konsequent gehandelt. Aber eigentlich ist Sane der Gewinner, weil er erreicht hat, was er erreichen wollte. Obwohl das Vorgehen des Senegalesen leicht als Erpressung bewertet werden kann, hat Kohfeldt Probleme mit dem Begriff. „Das ist schon ein ziemlich großes Wort“, sagt er und will nicht so richtig raus damit, wie er es empfindet, wenn ein Spieler einfach die Trainingsarbeit bestreikt.
Bodenlose Frechheit? Dreistes Ding? Respektloser Ego-Trip? All das könnte Kohfeldt sagen, doch die öffentliche Abrechnung findet nicht statt. Nur nochmal die Einordnung, dass Sane die Grenze des Tolerierbaren weit überschritten hatte: „Wir schicken grundsätzlich niemanden weg. Aber als das passiert war, war klar, dass es nicht mehr geht.“
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