Verhalten des Verteidigers wirkt nach

Kohfeldt: „Für Sane gab es keinen Weg zurück“

Florian Kohfeldt
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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat mit der Entscheidung gegen Lamine Sane Härte demonstriert.

Bremen - In Frankreich wartet Lamine Sane aktuell auf die Vertragsunterschrift bei seinem neuen Club FC Metz. In Bremen wirkt derweil das Verhalten des Abwehrspielers noch nach.

Trainer Florian Kohfeldt ist sauer auf Sane. „Als Mensch ist Lamine mir grundsätzlich in guter Erinnerung. Was er sich aber in diesem speziellen Fall da erlaubt hat, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt der Werder-Coach über den ehemaligen Bremer Abwehrchef. Weil Sane in der vergangenen Woche zwei verabredete individuelle Trainingseinheiten geschwänzt hatte, wurde er von Werder Bremen suspendiert. So provozierte er auch seinen Wechsel zum FC Metz.

Die Trennung, das betont Kohfeldt ganz deutlich, sei alternativlos gewesen: „Aus meiner Sicht gab es in dem Moment für Lamine keinen Weg zurück. Er hat sich in einer schwierigen Situation außerhalb der Regeln und damit außerhalb unserer Gruppe gestellt.“ Also: Rausschmiss!

Erpressung? „Das ist schon ein ziemlich großes Wort“

Kohfeldt hat mit der Entscheidung Härte demonstriert, hat konsequent gehandelt. Aber eigentlich ist Sane der Gewinner, weil er erreicht hat, was er erreichen wollte. Obwohl das Vorgehen des Senegalesen leicht als Erpressung bewertet werden kann, hat Kohfeldt Probleme mit dem Begriff. „Das ist schon ein ziemlich großes Wort“, sagt er und will nicht so richtig raus damit, wie er es empfindet, wenn ein Spieler einfach die Trainingsarbeit bestreikt.

Bodenlose Frechheit? Dreistes Ding? Respektloser Ego-Trip? All das könnte Kohfeldt sagen, doch die öffentliche Abrechnung findet nicht statt. Nur nochmal die Einordnung, dass Sane die Grenze des Tolerierbaren weit überschritten hatte: „Wir schicken grundsätzlich niemanden weg. Aber als das passiert war, war klar, dass es nicht mehr geht.“

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Lamine Sane: Seine Karriere in Bildern

Lamine Sane wechselte in der Sommerpause 2016 ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder Bremen.
Lamine Sane wechselte in der Sommerpause 2016 ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder Bremen. © gumzmedia
Lamine Sane
Knapp sieben Jahre kickte der Senegalese in Bordeaux und absolvierte dort 189 Erstligaspiele. Seine Karriere hatte er bei US Lormont begonnen, danach spielte er für Stade Bordelais und dem RCO Agde bevor er zu Lormont zurückkehrte. © imago
Für Sane ist es der erste Ausflug in Deutschlands höchster Spielklasse.
Für Sane ist es der erste Ausflug in Deutschlands höchster Spielklasse. © gumzmedia
Bei Werder soll er die Innenverteidigung stärken.
Bei Werder soll er die Innenverteidigung stärken. © gumzmedia
Bei seinem Bundesliga-Debüt verlor Werder jedoch mit 0:6 in München.
Bei seinem Bundesliga-Debüt verlor Werder jedoch mit 0:6 in München. © gumzmedia
Lamine Sane
Schon in seiner ersten Saison war Sane direkt Stammspieler, lief in 28 Partien für die Bremer auf. © Gumz
Lamine Sane
Zwei Mal musste er kurz pausieren, weil ihn ein Außenbandanriss im Knie und Adduktorenprobleme plagten. © Gumz
Lamine Sane
Auch in der folgenden Saison 2017/18 war Sane in Werders Innenverteidigung gesetzt. © Gumz
Lamine Sane
Und auch das Verletzungspech wiederholte sich, drei Spiele Pause wegen Knieproblemen. © Gumz
Lamine Sane
Den Senegal repräsentierte Sane zwischen 2010 und 2015 in 35 Länderspielen. © imago
Sane spielte nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt keine große Rolle mehr. Das passte dem Innenverteidiger nicht.
Sane spielte nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt keine große Rolle mehr. Das passte dem Innenverteidiger nicht. © Gumz
Er war im Januar an zwei Tagen unentschuldigt dem Training ferngeblieben, woraufhin Werder ihn suspendiert hat.
Er war im Januar an zwei Tagen unentschuldigt dem Training ferngeblieben, woraufhin Werder ihn suspendiert hat. © gumzmedia

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