Werder gewinnt Test gegen Bielefeld

Furioses Finale und gute Nachricht von Harnik

Martin Harnik spielte gegen Arminia Bielefeld nur 30 Minuten, gilt jetzt aber wieder als fit für die nächsten Spiele.
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Martin Harnik spielte gegen Arminia Bielefeld nur 30 Minuten, gilt jetzt aber wieder als fit für die nächsten Spiele.

Bremen - Das Warmmachen dauerte 86 Minuten – dann schlug Werder Bremen zweimal zu: Mit einem aus Reservisten und Nachwuchsspielern bestehenden Team gewann der aktuelle Bundesliga-Dritte am Dienstagabend ein Testspiel gegen Zweitligist Arminia Bielefeld mit 2:1 (0:1). Johannes Eggestein (86.) und Josh Sargent (87.) sorgten mit dem späten Doppelschlag dafür, dass die Partie noch ein gutes Ende nahm für Werder.

Lange hatte es danach nicht ausgesehen. Werder schleppte sich vor knapp 800 Zuschauern in Lohne durch die erste Halbzeit, fand kein Mittel gegen aggressiv attackierende Bielefelder. Unter dem Druck des Pressings spielte Linksverteidiger Thore Jacobsen auch einen ziemlich katastrophalen Fehlpass, den Prince Osei Owusu zur Führung für die Arminia nutzte (16.). Bis zur Pause passierte dann so gut wie nichts mehr – einzig ein Tor von Martin Harnik sorgte für Aufsehen. Der Werder-Stürmer sollte vorher Arminia-Verteidiger Julian Börner gefoult haben. Hatte er aber nicht. Tor-Klau also für Werder (22.).

Nur acht Minuten später war für Harnik die Partie schon wieder beendet. Für den 31-Jährigen war das Spiel als Härtetest deklariert gewesen, nachdem er zuletzt zwei Punktspiele wegen muskulärer Probleme verpasst hatte.

Die frühe Auswechslung ließ vermuten, dass die Probleme zurückgekehrt sind, doch dem widersprachen sowohl Harnik („Es ist alles in Ordnung, ich fühle mich gut“) als auch Trainer Florian Kohfeldt: „Es war abgesprochen, dass Martin nur eine halbe Stunde spielen würde. Wir haben diesen Einsatz als Abschluss seiner Reha gesehen, bevor er wieder uneingeschränkt das Mannschaftstraining absolviert.“ Harnik sei nun fit, könne theoretisch auch am Sonntag (18.00 Uhr) im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen auflaufen. „Er hat die Belastung gut toleriert und ist beschwerdefrei“, so Kohfeldt.

Johannes Eggestein macht‘s wie Maximilian - aus der Distanz

Gegen Leverkusen sind auch all diejenigen wieder im Einsatz, die in Lohne fehlten. Kohfeldt hatte seine erste Elf komplett in Bremen gelassen, schickte die zweite Garde ins Rennen. Und die nutzte erst nach der Pause die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch blieb Werder bis in die Schlussphase zu ungefährlich.

Dann dachten sich Rashica und Johannes Eggestein etwas sehr Gutes aus: Einen Freistoß schickte Rashica von links flach an die Strafraumkante. Eggestein, Spitzname „Jojo“, zog direkt ab und traf flach ins Eck. Das Tor ähnelte den Treffern, die sein Bruder Maximilian zuletzt in der Bundesliga erzielt hatte. Tore aus der Distanz – scheinbar ein Familien-Talent. „Ich hätte dieses Talent aber eher Johannes zugeschrieben“, lachte Kohfeldt.

Der Coach sah nur kurz nach der Führung noch das 2:1 durch Sargent. Nach einer starken Einzelaktion des eingewechselten U19-Spielers David Philipp vollstreckte der erst 18 Jahre alte US-Boy sicher und bewies einmal mehr seine Torjäger-Qualität.

Werder: Plogmann - Beijmo, Langkamp, Friedl, Jacobsen (70. Rieckmann) - J. Eggestein, Mbom (70. Philipp), Möhwald (70. Gruev) - Sargent, Harnik (31. Wagner), Rashica.

Fotostrecke: So lief der Werder-Test gegen Arminia Bielefeld

Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld
Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld © gumzmedia
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