Vor Länderspiel in Bremen

„Wenn man das Stadion sieht, hat man Gänsehaut“: DFB-Frauen freuen sich auf Länderspiel in Werders Weserstadion – und setzen auf die Bremer Fans

Klara Bühl und Ex-Werder-Spielerin Giovanna Hoffmann schwärmen vor dem Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft in Bremen vom Weserstadion - und setzen auf die Fans!

Bremen – Für den SV Werder Bremen ist die Saison bereits beendet, doch im Weserstadion rollt an diesem Wochenende trotzdem noch einmal der Ball. Am Freitag (20.30 Uhr) trägt die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft erstmals ein Länderspiel in Bremen aus, trifft im Nations-League-Spiel auf die Niederlande. Mehr als 31.000 Tickets sind im Vorverkauf abgesetzt worden, an der Tageskasse soll möglichst auch noch der Rest über den Tresen gehen. Bei den DFB-Frauen ist die Vorfreude auf das Heimspiel im Weserstadion jedenfalls groß. „Wenn man das Stadion sieht, hat man schon Gänsehaut“, schwärmt Klara Bühl auf der Pressekonferenz vor dem Spiel – und fügt an: „Wenn man dann noch weiß, dass so viele Menschen kommen, ist das einfach ein superschönes Gefühl, in so einem Stadion so ein bedeutsames Spiel bestreiten zu dürfen.“

Klara Bühl (links) schwärmt vor dem DFB-Länderspiel gegen die Niederlande in Bremen vom Weserstadion - auch Giovanna Hoffmann (rechts), die acht Jahre lang beim SV Werder Bremen spielte, freut sich auf die Partie.

Fans des SV Werder Bremen imponierten Klara Bühl: DFB-Stürmerin setzt auf lautstarke Unterstützung bei Länderspiel in Bremen

Die Nationalstürmerin, die beim FC Bayern unter Vertrag steht, setzt dabei auch auf die Unterstützung der Bremer Fans, die ihr schon während des Münchner 4:2-Sieges im DFB-Pokalfinale gegen Werder imponiert haben. „Die Werder-Fans waren im Pokalfinale 90 Minuten lang da und haben die Mannschaft angefeuert. Wenn es am Freitag genauso wäre und sie uns anfeuern, dann würde ich mich sehr, sehr freuen“, sagt Klara Bühl – die 24-Jährige gibt allerdings auch zu: „Tatsächlich war ich anfangs immer ein bisschen skeptisch, wenn wir hier im Norden gespielt haben, weil ich ja aus dem Süden komme. Aber die Länderspiele in Rostock haben mir schon gezeigt, dass hier oben auch was abgeht. Deswegen bin ich super gespannt, wie das Spiel wird.“

Auch Giovanna Hoffmann kann es kaum erwarten, endlich im Weserstadion auf dem Rasen zu stehen. Die gebürtige Bremerhavenerin stand von 2012 bis 2020 beim SV Werder Bremen unter Vertrag, in der großen Arena spielte die 26-jährige Angreiferin aber nie. „Im Weserstadion zu spielen, davon habe ich als Kind geträumt“, verriet Hoffmann bereits am Mittwoch in einer Medienrunde – und erklärte: „Ich stand als Kind bereits am Trainingsplatz, habe Miro Klose und Diego zugeguckt. Sie haben mir gezeigt, was Freude am Fußballspielen bedeutet. Das wollte ich auch – und dann habe ich bei Werder meinen ganzen Weg von der U15 bis zu den Profis gemacht.“ Die Möglichkeit, dass Hoffmanns Traum in Erfüllung geht, ist jedenfalls groß. Zumindest, wenn es nach Bundestrainer Christian Wück geht. „Ich halte sehr viel von Giovanna. Sie hat Qualitäten, den Ball festzumachen, sie schießt Tore, sie hat eine gewisse Körpergröße, um den Ball zu verteidigen und um ihn zu verteilen. Von daher sind die Chancen durchaus da.“ (nag)

Rubriklistenbild: © Imago/Huebner/Fotostand

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