Borowski spricht von einem „Gänsehautmoment“
Feierliche Bolzplatz-Eröffnung in Tenever: Werder-Profi Veljkovic fühlt sich an Kindheit erinnert
Werder Bremens Milos Veljkovic und Ex-Profi Tim Borowski haben am Donnerstag im Bremer Stadtteil Tenever einen Bolzplatz eröffnet. Im Rahmen der Einweihung haben die beiden mit der DeichStube über die Bedeutung eines Fußballplatzes und eigene Kindheitserinnerungen gesprochen.
Bremen - Als Milos Veljkovic am Donnerstagnachmittag in Bremen-Tenever auf dem sattgrünen Kunstrasen stand und den Blick, umgeben von Hochhäusern, etwas schweifen ließ, da fühlte sich der Profi des SV Werder Bremen an seine fußballerischen Anfänge erinnert. „Es hat meine Kindheit geprägt, mehr oder weniger jeden Tag auf dem Bolzplatz zu sein. Es war viel Fußball, viel Spaß, wenig Sorgen“, sagte der 27-Jährige, der sich deshalb nicht zweimal hatte bitten lassen, bei der offiziellen Eröffnung des runderneuerten Bolzplatzes Tenever dabei zu sein.
Werder Bremen-Ex Tim Borowski: „Es ist ein Gänsehautmoment“
In den vergangenen Jahren hatten unter anderem die Gesellschaft „Petri und Eichen“ (Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen), Werder Bremens „Spielraum“-Projekt, die Stadtteilpolitik sowie das Amt für Soziales die Planungen für die Neugestaltung des alten Ascheplatzes an der Koblenzer Straße vorangetrieben - unterstützt durch zahlreiche Sponsoren. So beteiligte sich etwa Ex-Werder-Profi Tim Borowski mit seiner Stiftung „Tim Borowski and friends“ an dem Projekt. Neben Milos Veljkovic war er am Donnerstag ein begehrtes Ziel der vielen jungen Autogrammjäger, die zur feierlichen Eröffnung des Kunstrasenplatzes gekommen waren.
„Es ist ein Gänsehautmoment, diese strahlenden Gesichter, dieses Glänzen in den Augen“, sagte der 43-Jährige - und hielt fest: „Bolzplätze haben egal in welchem Stadtteil eine große Bedeutung. Da kommst du hin, tauscht dich aus und triffst deine Freunde. Da lachst du, hast du Wettkämpfe. Ich könnte noch ganz viele Attribute aufzählen, die für das spätere Leben und die persönliche Entwicklung wichtig sind.“ Gegen 17 Uhr war es Borowski dann vorbehalten, den ersten Anstoß auf dem neuen Spielfeld auszuführen. Es folgte ein Spiel zwischen den sogenannten „Old Stars“ gegen die „All Stars“, mit dem der Platz symbolisch von der älteren an die jüngere Generation übergeben wurde. Gedacht ist er aber ausdrücklich für alle Anwohner.
Werder Bremens Milos Veljkovic: „Man sieht ja immer wieder Straßenfußballer, die den Sprung zum Profi geschafft haben“
Auf einer Bühne gab es derweil Livemusik, zudem wurden von Torwandschießen bis Schussgeschwindigkeit-Messen verschiedene Aktionen angeboten. Milos Veljkovic sah sich das alles in Ruhe an, verteilte fleißig Unterschriften, posierte für Handyfotos und betonte: „Man sieht ja immer wieder Straßenfußballer, die den Sprung zum Profi geschafft haben.“ Ihn selbst zum Beispiel. Nicht ausgeschlossen also, dass ein Werder-Profi von morgen eines Tages erzählt, dass er in Bremen-Tenever mit dem Kicken begonnen hat. „Von mir aus können es auch mehrere sein“, sagte ein sichtlich zufriedener Tim Borowski. (dco)
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