Weggefährten treffen sich am Mittwoch

Nouri schwärmt von Nagelsmann

GER, 1.FBL, Pressekonferenz Werder Bremen
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GER, 1.FBL, Pressekonferenz Werder Bremen

Bremen/Sinsheim - Sie ließen sich gemeinsam zu Trainern ausbilden, am Mittwoch treffen Werder-Trainer Alexander Nouri und Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim erstmals aufeinander.

Vor einem Jahr drückten sie noch gemeinsam die Schulbank. Alexander Nouri (37) und Julian Nagelsmann (29) arbeiteten in der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef darauf hin, ihren Abschluss als Fußball-Lehrer zu machen. „Julian ist ein angenehmer Zeitgenosse“, sagt Werder-Trainer Nouri über seinen Kollegen von 1899 Hoffenheim: „Er war damals schon sehr ambitioniert und hat auch Inspiration geboten. Wir haben noch immer ab und zu Kontakt, tauschen uns aus und haben ein gutes Verhältnis.“

Am 9. März erhielten die beiden mit 21 anderen Absolventen (siehe unten) ihre Zertifikate. Nouri war damals Trainer der Bremer U23 und träumte allenfalls davon, mal in der Bundesliga zu landen. Nagelsmann, der die Fußballschuhe im Alter von 20 Jahren wegen eines Knorpelschadens im Knie an den Nagel hängen musste, war da auf der Karriereleiter schon emporgestiegen.

Im Oktober 2015 hatte Hoffenheim mit der Ankündigung überrascht, dass der U19-Trainer zur Saison 2016/17 die Profis übernehmen wird. Weil Huub Stevens dann wegen Herzrhythmusstörungen aufhören musste, stieg Nagelsmann bereits am 11. Februar ein – und führte die abgestiegsbedrohte TSG als jüngster Bundesliga-Chefcoach der Geschichte (28 Jahre und 205 Tage bei Amtsantritt) zum Klassenerhalt.

„Er ist ein Beispiel dafür, dass die Bundesliga-Erfahrung und das Alter nicht immer die maßgeblichen Dinge sind. Er hat Fantasie, Akribie und Mut“, meint Nouri und ergänzt anerkennend: „Julian hat mit Hoffenheim einen richtig guten Weg eingeschlagen, großer Respekt dafür. Der Verein hat eine großartige Entwicklung genommen.“ Kann man so sagen. Hoffenheim ist Dritter und als einziger der 18 Erstligisten in der aktuellen Saison noch ungeschlagen. Nouri, der mit Werder auf Platz 14 rangiert, traut seinem ehemaligen Lehrgangs-Kollegen deshalb zu, „dass er irgendwann bei einem noch größeren Verein landet“. mr

Nouris Jahrgang - Tedesco war der Beste

21 Trainer machten mit Alexander Nouri und Julian Nagelsmann die Fußball-Lehrer-Lizenz – zum Bundesliga-Chefcoach (Männer) brachte es sonst bisher keiner:

Marco Antwerpen (Viktoria Köln)

Holger Bachthaler (Juli 2012 bis September 2016 FV Illertissen)

David Bergner (Leiter Nachwuchsabteilung RW Erfurt)

Alexander Blessin (Co-Trainer RB Leipzig U17)

Hannes Drews (Holstein Kiel U19)

Katja Greulich (FF USV Jena/Frauen-Bundesliga)

Inka Grings (MSV Duisburg)

Jan Hoepner (Leverkusen U17)

Kenan Kocak (SV Sandhausen)

Daniel Kraus (SGS Essen/Frauen-Bundesliga)

Pellegrino Matarazzo (1. FC Nürnberg U19)

Darius Scholtysik (Co-Trainer Eintracht Braunschweig)

Martin Schweizer (Leiter Fußballschule SC Freiburg)

Roger Stilz (Leiter Nachwuchsabteilung FC St. Pauli)

Jeff Strasser (CS Fola Esch/1. Liga Luxemburg)

Domenico Tedesco (1899 Hoffenheim U19 – Jahrgangsbester)

Daniel Thioune (VfL Osnabrück U19)

Patrick Weiser (Bayer Leverkusen U17)

Nico Willig (VfB Stuttgart U17)

Oliver Zapel (SG Sonnenhof Großaspach)

Mark Zimmermann (CZ Jena)

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