Leverkusen gegen Werder Bremen
Einzelkritik: Veljkovic völlig neben der Spur
Leverkusen - Werder Bremen hat bei Bayer 04 Leverkusen das Halbfinale des DFB-Pokals verpasst. Nach 2:0-Führung stand am Ende eine 2:4-Niederlage nach Verlängerung. Die Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: Den Schalke-Patzer hat der Keeper gut weggesteckt, nach Baileys fiesem Kopfball-Aufsetzer gleich mit einer starken Parade (5.). Auch gegen Kohr bärenstark (74.). Bei den ersten beiden Gegentoren machtlos, beim dritten bekommt er die kurze Ecke nicht dicht. Note 3,5
Theodor Gebre Selassie: Keine leichte Aufgabe auf der rechten Seite gegen den schnellen Bailey und auch Wendell. Aber der Tscheche machte das vor der Pause richtig gut, obwohl er schon nach der 14. Minute mit Gelb verwarnt war. Nach dem Wechsel mit etwas mehr Problemen. Note 3
Milos Veljkovic: Ließ sich vielleicht beim ersten Gegentreffer zu sehr nach außen locken. Beim zweiten Bayer-Treffer hätte er Brandt aber in jedem Fall besser attackieren müssen. Und beim dritten Gegentor darf er Alario nicht köpfen und damit das Tor vorbereiten lassen. Beim 2:4 hebt er dann noch das Abseits auf. Ein schwarzer Tag! Note 5,5
Niklas Moisander: Der Abwehrchef machte es wie immer – souverän. Behielt auch in den schwierigsten Situationen die Übersicht. Note 2,5
Ludwig Augustinsson: Begann sehr offensiv, war dann aber vor allem defensiv stark gefordert – gegen den guten Brandt und Kohr dabei nicht immer Sieger. Zeit für Ausflüge auf der Außenbahn blieben ihm nach dem Wechsel fast gar nicht mehr. Rettete mit letzter Kraft stark gegen Havertz (84.). Note 3,5
Maximilian Eggestein (bis 113.): Alleiniger Sechser, dabei lange Zeit sehr aufmerksam und auch mal bereit, Angriffe mit einem cleveren Foul zu unterbinden. Beim 2:2 machte er das Zentrum zu früh auf. Dafür stoppte er den durchgebrochenen Aranguiz – allerdings durchaus elfmeterwürdig. Note 3,5
Zlatko Junuzovic: Welche Position hatte eigentlich der Österreicher? Wahrscheinlich rechter Achter. Aber der Kapitän wechselte ständig, war so kaum zu greifen für die Leverkusener. Das 2:0 leitete er mit ein. Dann nicht mehr so effektiv. Einsatzfreudig zwar, aber auch mit einigen Ballverlusten bei Kontern. Note 3,5
Thomas Delaney: Linker Achter – und bei gegnerischem Ballbesitz ließ er sich etwas fallen. Starke Präsenz, gute Zweikämpfe, clevere Pässe. Beim 2:2 kehrte der Däne etwas zu spät ins Zentrum zurück. Note 3,5
Aron Johannsson (bis 46.): Erst der Lupfer zum Siegtreffer auf Schalke, nun der Lupfer zum eigenen 2:0 – der US-Nationalspieler hat eine neue Spezialität. Nutzte seine erste Chance in der Startelf seit einer gefühlten Ewigkeit, bewies extrem große Spielfreude, hätte aber auch das 3:1 machen können (37.). Der Rechtsaußen war oft in der Spitze zu finden. Musste verletzungsbedingt zur Pause runter. Note 2,5
Florian Kainz (bis 91.): Als Joker zuletzt nicht so wertvoll, in der Startelf diesmal dafür umso mehr. Sehr mutig auf der linken Außenbahn, suchte die Eins-gegen-Eins-Situation und schmiss sich in jeden Zweikampf. Klasse sein Fernschuss, den Leno gerade noch parieren konnte (39.). Nach der Pause lief er sich oft fest, ließ aber auch nicht nach und hatte noch gute Szenen. Note 2,5
Max Kruse: Elfer rausgeholt, Elfer verwandelt – 1:0. Das 2:0 bereitete er geschickt vor. Die Leverkusener bekamen den Stürmer lange Zeit kaum zu packen. Gönnte sich nach dem Wechsel eine etwas längere Auszeit. Note 2,5
Milot Rashica (ab 46.): Kam für Johannsson und hatte Schwierigkeiten mit der Härte der Leverkusener. Verdaddelte eine sehr gute Kontermöglichkeit (98.). Note 4
Ishak Belfodil (ab 91.): Konnte Kainz nicht ersetzen, hatte kaum Offensivaktionen und schenkte Bayer den Freistoß zum 3:2. Note 4,5
Sebastian Langkamp (ab 113.): Konnte das Aus nicht mehr verhindern. Note -
Fotostrecke: Werder verschenkt 2:0-Führung




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