Vor Spiel beim FC Bayern München
Kohfeldt freut sich auf unfassbaren Heynckes
Bremen - Wenn Werder Bremen am Sonntag beim FC Bayern München antritt, ist das nicht nur ein Duell zweier ungleicher Mannschaften, sondern auch ein ganz besonderes Trainer-Duell.
Mit 72 Jahren ist Bayerns Jupp Heynckes der mit Abstand älteste Bundesliga-Trainer, Werders Florian Kohfeldt ist mit seinen 35 Lenzen nicht einmal halb so alt. Heynckes ist der neunte Trainer, gegen den Florian Kohfeldt in der Bundesliga antritt, Kohfeldt ist Heynckes‘ 170. gegnerischer Trainer.
Ähnlich groß wie die zahlenmäßige Kluft zwischen den beiden Coaches ist auch Kohfeldts Wertschätzung für den Altmeister: „Mein Respekt für Jupp Heynckes ist ungemein groß“, sagte der Werder-Trainer bei der Pressekonferenz am Freitagmittag. „Was er als Spieler und Trainer geleistet hat, ist kaum in Worte zu fassen.“
Kohfeldt: Hochachtung kein Einfluss auf Vorbereitung
Einmal habe Kohfeldt Heynckes bisher getroffen, bei seiner Verabschiedung nach der Fußballlehrer-Ausbildung, nun freue er sich auf das Treffen an der Seitenlinie im Stadion. Die Hochachtung vor Heynckes, betonte Kohfeldt, beeinflusse aber nicht die inhaltliche Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag.
Bei der Pressekonferenz war Kohfeldt nicht der einzige Bremer, der von seinen Gegenübern beim FC Bayern schwärmte. Auch Mittelfeldspieler Jerome Gondorf fand viele lobende Worte für Arturo Vidal und Franck Ribery.
Gondorf zieht den Hut vor Ribery und freut sich mit Wagner
„Ich schätze einen Spielertyp wie Arturo Vidal sehr auf dem Platz“, sagte der 29-Jährige. „Er verkörpert viele Aspekte, die einen Weltklasse-Spieler ausmachen.“ Damit meinte er das Kämpferische, das Fußballerische und die Qualitäten als Anführer.
„Ich ziehe den Hut vor Frank Ribery“, fuhr Gondorf seine Eloge fort. „Ich hoffe, dass er Deutschland noch erhalten bleibt, auch wenn er schon im Herbst der Karriere ist.“ Der Vertrag des 34-jährigen Franzosen bei den Bayern läuft am Saisonende aus.
Gondorf freut sich auch auf das Wiedersehen mit dem Ex-Bremer Sandro Wagner, den er aus seiner Zeit bei Darmstadt 98 kennt. Zu dem Wechsel zu den Bayern könne er den Stürmer „nur beglückwünschen“: „Ich freue mich, wenn Spieler, die schon als Fallobst gegolten haben, so einen Karrieresprung machen.“
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