3:1-Erfolg gegen Wolfsburg
Einzelkritik: Glatte Eins für starken Kainz
Bremen - Werder Bremen feierte durch den 3:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg den ersten Heimsieg in 2018. Die Einzelkritik.
Jiri Pavlenka: In ihm und VfL-Schlussmann Koen Casteels standen sich die derzeit besten Keeper der Liga gegenüber. Das Duell entschied Pavlenka ob der Paraden gegen Malli (18.), Osimhen (47.) und nicht zuletzt auch ob des gehaltenen, aber im Nachschuss verwandelten Elfmeters für sich. Schreckmomente zehn Minuten vor Schluss, als er sich nach einem Abstoß an die Leiste griff und behandelt werden musste. Note 2
Theodor Gebre Selassie: Sein Arbeitstag war mit der Bewachung von Mehmedi weitestgehend ausgefüllt. Vorstöße des Rechtsverteidigers blieben die Ausnahme. Note 3,5
Milos Veljkovic: Viele Duelle mit Wolfsburgs Spitze Osimhen. Den 19-Jährigen musste Veljkovic extrem bearbeiten. Die Kraft des zuletzt in die Kritik geratenen Innenverteidigers reichte aber noch zu der einen oder anderen schicken Spieleröffnung. Note 2,5
Niklas Moisander: Note 1,5 für die Schusstechnik bei seinem Lattenkracher, Note 6 für das elfmeterwürdige Foul an Knoche, Note 2,5 für sein Stellungsspiel, Note 4 für einige Unsicherheiten. Macht unterm Strich: Note 3,5
Ludwig Augustinsson: Nach vier Minuten warf er seinen Körper in einen Junuzovic-Kopfball und köpfte sein erstes Bundesliga-Tor. Als Linksverteidiger war er gegen Brekalo und Verhaegh ordentlich gefordert. Nicht jede Situation löste er zur Bremer Zufriedenheit, schlug sich aber wacker. Note 2,5
Philipp Bargfrede (bis 56.): Sein Instinkt als Abräumer vor der Abwehrkette ist einfach Gold wert. Bargfrede klärt, bevor Gefahr entsteht. Wieder mal musste er vorzeitig angeschlagen vom Platz. Note 2,5
Maximilian Eggestein: Er stieß oft in den Wolfsburger Strafraum vor. So wurde er zu Werders gefährlichstem Angreifer, dem aber das Glück im Abschluss fehlte. Sein erster Versuch wurde kurz vor der Linie noch geklärt (17.), an seinen Kopfball bekam VfL-Keeper Casteels noch die Hände (28.). Seine Balleroberung war schließlich Ursprung des 3:1. Note 2
Zlatko Junuzovic (bis 89.): Zuletzt ließ sich nicht behaupten, dass Werder mit seinen Eckbällen gefährlich war. Junuzovic sorgte für Besserung. Die erste Ecke brachte das 1:0, eine weitere fast das 2:0 durch Kruse (31.). Sonst nicht einer der auffälligsten Bremer, aber laufstark. Note 3
Aron Johannsson (bis 65.): Obwohl er in der Englischen Woche zwei Tage nicht trainieren konnte, schenkte Coach Kohfeldt ihm erneut das Vertrauen. Oft trat der Rechtsaußen allerdings nicht in Erscheinung. Eine perfekte Vorarbeit für Eggestein (28.), eine schlecht verarbeitete Kainz-Flanke (35.) – mehr gab es bis zur Halbzeit nicht zu berichten. Nach der Pause wurden seine Schritte schwer, die Auswechslung war die Konsequenz. Note 3,5
Max Kruse: Seine auffälligste Szene war der Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde. Kruse zeigte darüber hinaus bekannte Qualitäten. Gute Ballbehauptung, gute Übersicht. Hatte noch das 4:1 auf dem Fuß. Note 2,5
Florian Kainz: Schon im Pokal in Leverkusen war er gut, gegen Wolfsburg setzte er noch einen, ach was, zwei drauf! Erst das traumhafte 2:0 (40.), dann das entscheidende 3:1 (72.). Zudem agile Aktionen, mutige Dribblings und gefährliche Flanken. Note 1
Thomas Delaney (ab 56.): Stand überraschend nicht in der Startelf, übernahm nach Einwechslung Bargfredes Part vor der Abwehr. Note 2,5
Jerome Gondorf (ab 65.): Brachte Aggressivität ins Spiel. Note -
Robert Bauer (ab 89.): Seine Einwechslung nahm noch Zeit von der Uhr. Note -
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