„Ein Höhepunkt meiner Karriere“
Baumann blickt auf legendäres 5:2 gegen Bayern zurück
Bremen - Beim bisher letzten Sieg von Werder Bremen bei Bayern München, einem legendären 5:2 im September 2008, stand der heutige Sportchef Frank Baumann noch selbst auf dem Platz. Ein Rückblick.
Trainer Thomas Schaaf blieb gar keine andere Wahl, also tat er in der Halbzeitpause das, was dringend getan werden musste: Er wechselte Frank Baumann aus. Werders Kapitän hatte im Auswärtsspiel bei Bayern München bereits in der 16. Minute die Gelbe Karte gesehen, danach wandelte er am Rande des Platzverweises.
„Toll, wie wir damals gespielt haben“
Und so kam es, dass Baumann von der Ersatzbank aus Zeuge davon wurde, wie die Bremer aus einer 2:0-Pausenführung einen fulminanten 5:2-Kantersieg beim Rekordmeister herausschossen. Ein Ergebnis, von dem damals wochenlang ganz Fußball-Deutschland sprach – und eben auch ein Ergebnis, wie es Werder Bremen bis heute nie auch nur annähernd wieder hinbekommen hat. Der letzte Sieg gegen den Primus liegt also schon sehr lange zurück.
„Man kann schon sagen, dass das Spiel ein Höhepunkt in meiner Karriere war“, blickte Baumann am Freitag fast zehn Jahre später auf jenen 20. September 2008 zurück. „Es war ja nicht nur das Ergebnis toll, sondern auch die Art und Weise, wie wir damals gespielt haben.“ Heute ist Frank Baumann Sportchef von Werder Bremen, und er weiß natürlich, dass die Zeiten, in denen sein SVW dem FCB ebenbürtig war, schon lange vorbei sind.
„Wir sind früher mit Mut nach München gefahren“
„Es war damals eine komplett andere Situation als heute“, sagt der 42-Jährige, der mit Werder in der Saison 2008/2009 eben nicht gegen den Abstieg, sondern um Titel gespielt hat. In der Bundesliga wurde Werder am Ende Zehnter, verlor zudem das Uefa-Cup-Finale gegen Schachtar Donezk (1:2) und gewann das DFB-Pokalfinale gegen Leverkusen (1:0).
Doch auch wenn an der Weser inzwischen vieles anders ist – es gibt ihn, diesen speziellen Rat, den Baumann dem heutigen Bremer Kader für Spiel bei den Bayern am Sonntag mit auf den Weg geben kann: „Wir sind früher mit Mut nach München gefahren. Das ist etwas, was uns in den letzten Jahren mal mehr, mal weniger gut gelungen ist.“ Auch heute spiele mentale Stärke in Duellen gegen den Rekordmeister eine große Rolle. „Man muss darauf vorbereitet sein, dass es auch mal wehtun kann, und dagegen muss man sich wehren“, forderte der Sportchef – und betonte: „Das gilt für jeden Zweikampf und für jedes Wortgefecht.“
Schon gelesen?
Alle fit für die Bayern: Jerome Gondorf in der Startelf?
Große Werder-Siege: Noch mehr in unserem History-Bereich
Werder-Wechsel zu Bayern



