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Schneller zurück als gedacht? Werder-Leihgabe Kownacki bastelt nach Verletzung an seinem Hertha-Comeback
Dawid Kownacki könnte nach seiner schweren Verletzung früher als erwartet sein Comeback bei Hertha BSC feiern. Warum das auch für Werder Bremen gut wäre.
Bremen/Berlin – Die Prognose war düster, die Stimmung gedämpft. Als sich Dawid Kownacki Ende September schwer am Sprunggelenk verletzt hatte, da gingen die Verantwortlichen von Zweitligist Hertha BSC davon aus, dass das Fußballjahr 2025 für die Leihgabe des SV Werder Bremen gelaufen sei. Sechs Wochen später haben sich die Mienen erheblich aufgehellt, der polnische Stürmer steht tatsächlich wieder auf dem Platz – noch zu Reha-Zwecken, aber die Hoffnung auf ein schnelles Comeback lebt wieder. „Dawid ist weit vor dem Plan“, sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl jetzt über den 28-Jährigen. „Das Feedback, das ich von ihm kriege, ist super. Er will unbedingt. Man kann ihn kaum zurückhalten.“
Verletzter Dawid Kownacki könnte früher als erwartet sein Comeback bei Hertha BSC feiern – auch Werder Bremen dürfte sich freuen
In der Hauptstadt wird Kownackis Rückkehr sehnsüchtig erwartet, schließlich ist er der Angreifer Nummer eins im Hertha-Kader. Während seiner bisherigen sechs Saisoneinsätze hatte die Leihgabe des SV Werder Bremen nach leichten Startschwierigkeiten zwei Treffer erzielt – einen davon auch während des 3:0-Erfolges gegen Nürnberg im September, als der Torjäger in der Schlussphase folgenschwer umknickte. Doch die Leiden scheinen tatsächlich ausgestanden. „Ich habe Dawid gefragt, ob er Schmerzen hat. Hat er nicht. Das ist richtig gut“, freute sich Leitl, der Anfang kommender Woche die Intensität im Trainingsprogramm von Dawid Kownacki weiter erhöhen möchte. „Dann werden wir sehen. Wenn die Fortschritte so sind und der Fuß bei Belastung nicht reagiert, gehe ich davon aus, dass Dawid im Dezember noch spielen wird.“
Kownacki, dessen Marktwert vom Branchenportal „transfermarkt.de“ aktuell mit 2,5 Millionen Euro angegeben wird, war im vergangenen Sommer von einer Leihe aus Düsseldorf nach Bremen zurückgekehrt, doch früh hatte sich abgezeichnet, dass auch Neu-Coach Horst Steffen nicht allzu viel Verwendung für den Profi hat. Ende Juli folgte dann der Wechsel nach Berlin, der ausgehandelte Vertrag beinhaltet auch eine Kaufpflicht, die in Kraft tritt und dem SV Werder Bremen bis zu 2,5 Millionen Euro bescheren kann, sobald gewisse Voraussetzungen erfüllt sind – etwa die Zahl der Einsätze. Aus Bremer Sicht kann es daher sicherlich nicht schaden, wenn Dawid Kownacki tatsächlich schnell wieder in der 2. Bundesliga auf Torejagd gehen kann. (mbü)
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