Werders Top-Talente

„Haben unglaublich viel Talent und Potenzial“: So schlagen sich Adeh, Musah, Schmetgens und Smarkalev in Werders U23

In der U23 des SV Werder Bremen spielen derzeit vier Talente, die schon ordentlich Profi-Luft schnuppern durften. So läuft es für das Quartett.

Bremen – Als amtierende U19-DFB-Pokalsieger waren Wesley Adeh, Salim Musah, Mick Schmetgens und Stefan Smarkalev im vergangenen Sommer gemeinsam mit den Profis des SV Werder Bremen in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Auch im Trainingslager im Zillertal durfte sich das Quartett unter dem neuen Bremer Cheftrainer Horst Steffen beweisen. Auch jetzt noch, im Herbst, nehmen die Jungprofis regelmäßig am Training der ersten Mannschaft teil. Auf Bundesliga-Einsätze müssen sie anders als ihre ehemaligen U19-Kollegen Patrice Covic und Karim Coulibaly aber noch warten. Stattdessen sammeln sie Spielpraxis in der Bremer U23. Adeh, Musah und Schmetgens dürfen sich in der anstehenden Länderspielpause zudem abermals über eine Reise zur deutschen U19-Nationalmannschaft freuen. Das Trio wurde für die EM-Qualifikation gegen Armenien, Kosovo und Norwegen nominiert.

Verfolgt das Nordderby zwischen der U23 des SV Werder Bremen und dem Hamburger SV II live im DeichStube-Liveticker!

Standen zuletzt alle beim 4:0-Heimsieg der U23 des SV Werder Bremen gegen den VfB Lübeck auf dem Platz: Wie sich die Talente (v.l.n.r.) Wesley Adeh, Salim Musah, Mick Schmetgens und Stefan Smarkalev schlagen.

Das Weserstadion als Ziel: Wie der SV Werder Bremen seine Top-Talente in der U23 fördern will

„Diese vier Jungs haben unglaublich viel Talent und Potenzial“, freut sich Werder Bremens U23-Trainer Christian Brand im Gespräch mit der DeichStube über Adeh, Musah, Schmetgens und Smarkalev und skizziert, was er von seinen Schützlingen erwartet: „Wichtig ist, dass sie sich auf die Aufgabe einlassen, wenn sie zu uns kommen, sie an ihren Dingen arbeiten und vor allem, dass sie Selbstvertrauen kriegen.“ Gleichzeitig nimmt der 53-Jährige auch sich selbst und sein Trainerteam in die Pflicht: „Wir bilden sie aus. Ich sehe uns in der Verantwortung, dass sie ihr Spiel verbessern, damit sie irgendwann – das ist unser Ziel – im Weserstadion spielen können.“ So bewertet Brand die Entwicklung der einzelnen Spieler nach mittlerweile elf absolvierten Partien seines Teams.

Erster Treffer und klare Lernkurve: So läuft es für Wesley Adeh in Werder Bremens U23

Wesley Adeh: Als Kapitän war der deutsche Junioren-Nationalspieler eine wichtige Stütze in der Bremer U19. Nach der Vorbereitung schaffte es Adeh – auch wegen der personellen Engpässe bei den Profis – immerhin zwei Mal in den Bundesliga-Kader des SV Werder. Das Auftaktprogramm in der Regionalliga Nord verpasste der 18-Jährige dadurch. Ein Rückstand, den der zentrale Mittelfeldspieler inzwischen aufgeholt hat, wie er nicht nur durch seinen ersten U23-Treffer beim 4:0 am Dienstagabend gegen den VfB Lübeck unter Beweis stellte. „Ich habe mich total gefreut, weil er noch mal einen richtigen Step gemacht hat von Spiel eins bis heute. Er hat sich mit dem Treffer belohnt“, lobt Brand. Überhaupt hält der Trainer große Stücke auf das Talent des SV Werder Bremen, das zuletzt gegen Lübeck mit vielen kleinen Bewegungen immer wieder Situationen auslöste und Räume schaffte. Doch Brand bremst die Erwartungen auch etwas: „Wesley hat ein hervorragendes Potenzial, aber er hat noch einen sehr weiten Weg zu gehen.“

„Können im Gesamtverein viel Freude an ihm haben“: Werder Bremens U23-Trainer Christian Brand lobt Sturm-Talent Salim Musah

Salim Musah: Nachdem auch der Torjäger die ersten drei Regionalliga-Spiele verpasst hatte, erzielte er in seinem zweiten Einsatz für Werder Bremens U23 seinen ersten Treffer. Weil er im September auch noch mit einer Oberschenkelverletzung ausfiel, stand er bisher lediglich in fünf von elf möglichen Partien auf dem Platz. In diesen gelangen ihm aber insgesamt starke vier Tore und zwei Vorlagen. Für einen 19-jährigen Angreifer steckt im gebürtigen Oldenburger laut Brand schon „unglaublich viel“ Knipser-Qualität: „Er ist wahnsinnig ruhig und sehr entspannt bei den Dingen, die er macht. Er hat ein unglaublich gutes Näschen – auch für die Mitspieler und Torraumszenen. Für sein junges Alter ist er sehr, sehr ruhig im Abschluss. Das ist eine wahnsinnig große Stärke.“ Eigenschaften, die in Zukunft auch auf der Bundesliga-Bühne zu sehen sein könnten. Brand: „Er hat ein wahnsinniges Potenzial und an ihm können wir im Gesamtverein viel Freude haben.“

Defensiv-Talente: So schlagen sich Innenverteidiger Mick Schmetgens und Torhüter Stefan Smarkalev in Werder Bremens U23

Mick Schmetgens: Auch der Innenverteidiger des SV Werder Bremen kommt bisher „nur“ auf fünf Regionalliga-Einsätze, weil er zu Saisonbeginn Profikader-Luft schnuppern durfte und wie Adeh auch wegen der vergangenen Länderspielreise ein U23-Spiel verpasste. „Bei ihm ist die Lernkurve auch extrem steil“, schwärmt Brand und hält nach Schmetgens‘ Einsatz gegen Lübeck, dem fünften über 90 Minuten und dem ersten ohne Gegentor, fest: „Mick Schmetgens hat ein herausragendes Spiel gemacht.“

Stefan Smarkalev: Der erst 18-jährige Torhüter war in der Bremer U19 ein starker Rückhalt und schickt sich mit seinen gerade einmal 18 Jahren an, selbiges in seiner ersten Herren-Saison in der U23 des SV Werder Bremen zu werden. Dabei hat auch Smarkalev zwischenzeitlich fünf Partien verletzungsbedingt verpasst. „Stefan hat lange gefehlt, wirkt aber total sicher und ruhig am Ball“, sagt Brand. Dass der Schlussmann auch auf der Linie kein Schlechter ist, zeigt ein Blick in die Statistiken: Während seiner sechs Einsätze kassierte der Keeper zwar ganze zehn Gegentore, behielt aber auch zwei Mal eine weiße Weste. In den fünf Spielen ohne den bulgarischen U-Nationalspieler hagelte es 15 Gegentore. (tos)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Baumgart

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