Sein Ziel, die Bundesliga

Ramzy will Werder-Trainer werden

Hany Ramzy ist scharf auf den Trainerstuhl bei Werder
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Hany Ramzy ist scharf auf den Trainerstuhl bei Werder

Bremen. Hany Ramzy ist aktuell als Coach für die B-Nationalmannschaft seines Heimatlandes Ägypten verantwortlich, doch der 48-jährige Bremer Ex-Profi hat ein klares Ziel vor Augen. "Ich möchte Trainer in der Bundesliga werden.

Am liebsten natürlich bei Werder Bremen, das ist mein Ziel", sagte er in einem Interview mit dem "Weser Kurier".

Ramzy stand zwischen 1994 und 1998 für Werder auf dem Platz, absolvierte 119 Spiele und erzielte dabei drei Tore. Danach zog es ihn weiter zum 1. FC Kaiserslautern, für den er bis 2005 aktiv war. In Erinnerung geblieben ist der Verteidiger den Fans nicht nur wegen seiner kompromisslosen und auch etwas waghalsigen Spielweise - nein, vor allem zwei Ramzy-Anekdoten sind bis heute unvergessen. Eine davon äußerst unschön, eine äußerst kurios.

Hitlergruß sorgte für mächtigen Ärger

So zeigte der Ägypter während seiner Zeit bei Werder auf einer Feier den Hitlergruß und bekam im Anschluss mächtig Ärger mit der Polizei. "Das war doof", sagt Ramzy heute. "Ich wusste nicht, dass der Hitlergruß in Deutschland verboten ist. Ich wollte eigentlich einen Witz machen."

Während eines Spiels mit Kaiserslautern war Ramzy später Teil einer Schauspieleinlage, wie sie die Bundesliga bis dato nicht gesehen hatte und bis heute nicht mehr gesehen hat. Trainer Otto Rehhagel hatte im Bundesligaspiel gegen Bochum unerlaubterweise einen vierten EU-Ausländer eingewechselt. "Otto rief mich während des Spiels zu sich und sagte: Hany, du bist verletzt", erinnert sich Ramzy, der zunächst nicht verstand, kurze Zeit später dann aber eine Verletzung vortäuschte und ausgewechselt wurde. Es war Rehhagels verzweifelter Versuch, seinen Fehler zu korrigieren. "Diese Szene wird heute noch im ägyptischen Fernsehen gezeigt", berichtet Ramzy.

Nach Ablauf seiner aktiven Karriere stieg er ins Trainergeschäft ein, arbeitete zunächst in ägyptischen Nachwuchsnationalteams, ehe ein kurzer Ausflug zum Lierse SK nach Belgien folgte. Nun ist der Ex-Bremer also wieder in seiner Heimat tätig - mit erwähntem Ziel vor Augen: Werders Trainerstuhl.

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