Vertrag läuft aus
„Heirat“ für weitere sechs Jahre? So denkt Werder-Trainer Thioune über eine Agu-Verlängerung
Der Vertrag von Felix Agu beim SV Werder Bremen läuft aus - wird er verlängert? Trainer Daniel Thioune hat dazu eine spezielle Meinung.
In ganz kleinen Schritten geht es voran. Bald soll Felix Agu beim SV Werder Bremen wieder vollumfänglich zeigen, was er kann. Nach anhaltenden muskulären Problemen steht der 26-Jährige immerhin schon wieder mit den Teamkollegen auf dem Trainingsplatz, spult zumindest anteilig die Einheiten ab. Das nahende Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) kommt für den gebürtigen Osnabrücker noch zu früh, womöglich winkt aber nach der Länderspielphase eine Rückkehr in den Spieltagskader. Doch nicht nur diese Zukunftsfrage ist offen, auch ganz grundsätzlich ist aktuell unklar, wie es für Agu weitergeht. Im nächsten Sommer läuft sein Vertrag bei Werder aus – und ob dieser verlängert wird, ist unklar. Auch Daniel Thioune verfolgt die Angelegenheit mit großem Interesse.
Vertragsverlängerung von Felix Agu bei Werder Bremen? Daniel Thioune betont spezielle Verbindung
„Sie wissen ja um mein spezielles Verhältnis zu ihm, das über viele Jahre gewachsen ist“, sagt der Bremer Trainer und zählt auf: „Ich habe den jungen, kleinen Felix Agu kennenlernen dürfen, er hat bei mir seine ersten Schritte gemacht, dann auch im Leistungsbereich. Werder hat in den letzten Jahren tolle Jahre mit ihm erlebt.“ Aber eben auch einige Verletzungspausen. Stets kämpfte sich Agu zurück, war ein wichtiger Faktor, doch Werder Bremen will und braucht eben auch gesundheitliche Konstanz auf seiner Position. „Wir sind im Austausch mit der Agentur und Felix. Sein Fokus liegt aber erst einmal darauf, fit zu werden und sich auch zu stabilisieren. Aktuell sprechen wir daher nicht konkret über eine Vertragsverlängerung“, sagte Peter Niemeyer als Leiter Profifußball deshalb unter der Woche in der „Bild“.
„Verheiraten sich“ Felix Agu und Werder Bremen mit einem neuen Vertrag für weitere Jahre?
Für Daniel Thioune hat das Thema eine emotionale und eine rationale Komponente. „Man muss das alles vielleicht ein wenig voneinander trennen: Also menschlich und als Typ sehr, sehr gerne“, sagt er mit Blick auf ein neuerliches Arbeitspapier für den Profi des SV Werder Bremen. „Und wenn er sportlich wieder diesen Benefit hat, dann sehe ich seine Zukunft auch in diesem Verein. Ich möchte gerne mit ihm zusammenarbeiten. Wichtig ist aber erst mal, dass er wieder vollends gesund wird. Dann werden alle an ihm Freude haben.“ Und eventuell, ja ganz eventuell müsse am Ende auch gar nicht mehr großartig verhandelt werden, stellt Thioune lächelnd in Aussicht: „Dann wird sich die Frage vielleicht gar nicht stellen, was seine Zukunft betrifft, sondern da schauen sich dann Peter Niemeyer, Clemens Fritz und Felix Agu in die Augen, und man verheiratet sich vielleicht für die nächsten sechs Jahre.“ (mbü)
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