Mitgliederversammlung
Präsident Hess-Grunewald will bei Werder auch nach 2026 weitermachen
Hubertus Hess-Grunewald ist noch bis 2026 Präsident des SV Werder Bremen und will auch danach weitermachen. Er hat allerdings „gewisse Vorstellungen und Anforderungen“. Was bedeutet das?
Bremen - Fast auf den Tag genau zehn Jahre lang ist Hubertus Hess-Grunewald nun schon Präsident des SV Werder Bremen. Die aktuelle (und inzwischen dritte) Amtszeit des 64-Jährigen läuft noch bis 2026. Während der Mitgliederversammlung des Vereins hat Hess-Grunewald am Montagabend angekündigt, auch danach noch für das Amt zur Verfügung zu stehen.
Hubertus Hess-Grunewald will noch länger Präsident des SV Werder Bremen sein - aber er hat „gewisse Vorstellungen und Anforderungen“
„Werder hat mir unheimlich viel gegeben und mein Leben geprägt. Für mich war immer klar, dass ich mich auch in schwierigen Zeiten meinen Aufgaben und der Verantwortung stellen werde“, sagte der Präsident, der kurz zuvor für sein 40-jähriges ehrenamtliches Engagement rund um des SV Werder Bremen zum Ehrenmitglied ernannt worden war. „Das bedeutet mir sehr viel und ist für mich weit mehr als eine Randnotiz in meinem langen und erlebnisreichen Werder-Leben.“ Was folgte war Hess-Grunewalds Kernbotschaft an die knapp 300 Vereinsangehörigen in der Werder-Halle: „Ich bin bereit, auch über 2026 hinaus dem Verein, dem Präsidium und den Mitgliedern weiter Orientierung zu geben und den Verein zu führen.“ Eine Ankündigung, für die es Szenenapplaus gab. Über die Hubertus Hess-Grunewald aber auch sagte: „Das gilt nicht vorbehaltlos.“
Im Zuge der Vorbereitung der in 2026 anstehenden Wahl des geschäftsführenden Präsidiums sei innerhalb der Gremien „einiges in Hinblick auf seine Zusammensetzung und seine weitere Zukunft zu besprechen und zu klären“. Seine eigene Person nahm Hubertus Hess-Grunewald dabei nicht aus: „Ich bin jetzt 64 Jahre alt, 2026 werde ich 66 Jahre alt sein. Eine weitere, vierte Amtsperiode wäre nach unserer Satzung möglich. Mein Lebensziel war es aber nie, auch mit 70 Jahren noch Präsident zu sein.“ Gut vorstellen kann er es sich dennoch. Er betonte jedoch: „Ich habe gewisse Vorstellungen und Anforderungen, die wir in den Gremien zu besprechen haben. Der Ablauf von 2022, der ohne und gegen das Votum des Präsidenten erfolgte, darf sich nicht wiederholen.“
Werder Bremen-Präsident Hubertus Hess-Grunewald lobt Schatzmeister Axel Plaat bei der Mitgliederversammlung
Gemeint ist die damalige Neubesetzung des Vizepräsidentenamtes, das nach dem Ausscheiden von Jens Höfer letztlich an Claudia Lasch ging. Hubertus Hess-Grunewald war im Vorfeld sauer aufgestoßen, dass der Wahlausschuss seine Entscheidung streng vertraulich getroffen und auch den Präsidenten im Unklaren gelassen hatte. Künftig wünscht er sich bei der Neubesetzung von Präsidiumsposten, vorab angehört zu werden, auch wenn die letzte Entscheidung freilich dem Wahlausschuss obliegt. Aktuell werden wird dieser Punkt in 2026 definitiv, denn dass in Schatzmeister Axel Plaat ein langjähriges Präsidiumsmitglied dann nicht mehr zur Wahl antreten wird, steht bereits fest. „Er wird große Fußstapfen hinterlassen“, sagte Hess-Grunewald, der seinen Mitstreiter beim SV Werder Bremen unter anderem für dessen „absolute Seriosität“, „unbestrittene fachliche Kompetenz“ und „das Fehlen jeglicher persönlicher Eitelkeit“ lobte. (dco)