Neues SVW-Selbstverständnis

„Wir wissen jetzt, wie gut wir sind“: Jens Stage schraubt Ansprüche nach oben und will über Werder ins dänische Nationalteam

Gut gelaunt: Jens Stage hat mit dem SV Werder Bremen noch viel vor.
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Gut gelaunt: Jens Stage hat mit dem SV Werder Bremen noch viel vor.

Jens Stage spricht im Trainingslager des SV Werder Bremen im Zillertal über das neue Selbstverständnis der Grün-Weißen und seine eigene Zukunft.

Zell am Ziller – Ziemlich genau zwei Jahre ist es jetzt her, dass Jens Stage zum SV Werder Bremen gewechselt ist. Im Sommer 2022 nahm er seine Arbeit bei den Grün-Weißen auf, die just den Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft hatten. Seitdem ist viel passiert. Werder gelang zweimal der Klassenerhalt, Verein und Spieler verbesserten sich quasi im Parallelflug, denn Stage ist inzwischen ein elementarer Faktor im System von Trainer Ole Werner geworden. Doch wenn es nach dem Dänen geht, dann ist die gemeinsame Positiventwicklung noch lange nicht am Ende.

Jens Stage spricht über seine Rolle beim SV Werder Bremen und das Trainingslager im Zillertal

„Die Qualität in der Gruppe ist stark“, urteilt der Skandinavier. „Wir waren letztes Jahr Neunter in der Bundesliga und wissen jetzt, wie gut wir sind. Deshalb kann man von jedem Spieler jetzt auch ein bisschen mehr fordern.“ Und genau das tut Jens Stage auch, besonders von sich selbst. „Ich will mehr Tore machen“, sagt er lachend. Je drei Treffer sind ihm in den vergangenen beiden Saisons beim SV Werder Bremen gelungen, ein paar gute Chancen hat er allerdings auch ausgelassen. Doch seine Ambitionen gehen über das Sportliche hinaus, er sieht sich auch als Bindeglied im Team. „Ich will eine größere Verantwortung tragen“, erklärt der Mann aus Aarhus. „Wir haben viele Spieler, die nicht aus Deutschland kommen, doch ich bin jetzt zwei Jahre hier und habe die Sprache sowie den Fußball in der Bundesliga kennengelernt. Damit möchte ich den anderen Spielern helfen, sich in die Mannschaft zu integrieren.“

Am vergangenen Wochenende hatten Stage und Co. einen herben Dämpfer erlebt, kassierten eine deutliche 0:3-Niederlage im Test gegen US Lecce. Das Duell mit dem italienischen Erstligisten sei „nicht gut gewesen“, gibt der Achter zu. „Das wissen wir alle, keine Diskussion.“ In dem Wissen, dass vieles von dem, was Werder Bremen in der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet hat, jetzt noch nicht klappt, kann der Ton im Zillertal-Trainingslager (im DeichStube-Ticker) aktuell auch schon mal rauer werden. Eine gewisse Unzufriedenheit bricht sich dann Bahn. Da wird mit eigenen Fehlern gehadert, aber auch schon mal laut kritisiert, wenn der Nebenmann einen ungenauen Pass spielt oder sich nicht in den richtigen Räumen bewegt. „Der Teamgeist ist gut. Auf dem Platz arbeiten wir intensiv, aber hinterher im Hotel haben wir alle Spaß und sind zusammen“, findet Jens Stage, der keine atmosphärischen Störungen ausmachen kann. „Die Gruppe ist dieses Jahr sehr, sehr stark.“ 

Vertragsverlängerung beim SV Werder Bremen oder Wechsel? Das sagt Jens Stage

Zwei Jahre läuft der Vertrag von Jens Stage beim SV Werder Bremen noch. Gedanken darüber, wie es danach für ihn weitergeht, macht er sich aktuell überhaupt nicht. Der Däne sagt nur: „Mein Gefühl hier ist sehr gut, aber persönlich will ich die beste Karriere hinlegen, die möglich ist. Vielleicht hier, vielleicht woanders, das weiß ich nicht.“ Erst einmal zähle das Hier und Jetzt: „Ich habe den vollen Fokus auf die Mannschaft. Jetzt kommt eine sehr wichtige Saison für sie, aber auch für mich persönlich. Ich will gute Leistungen bringen und in die Nähe der Nationalmannschaft.“ Ob denn trotzdem schon Gespräche über eine Vertragsverlängerung angedacht seien, möchte ein Journalist noch wissen. Stage lächelt und meint: „Da musst du Clemens Fritz fragen.“ (mbü)

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