Werder-Profi droht längere Sperre

„Keine Böswilligkeit“: Unterstützung für Werder-Rotsünder Stage

Jens Stage droht nach seiner Roten Karte im Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) eine längere Sperre, doch Werder Bremen hofft auf Nachsicht beim DFB.
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Jens Stage droht nach seiner Roten Karte im Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) eine längere Sperre, doch Werder Bremen hofft auf Nachsicht beim DFB.

Jens Stage droht nach seiner Roten Karte im Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) eine längere Sperre, doch der SV Werder Bremen hofft auf etwas Nachsicht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Bremen – Jens Stage ist keiner, der sich oder seine Gegenspieler auf dem Platz schont. Mit im Schnitt 2,1 Fouls pro Partie liegt er auf Rang elf dieser Bundesliga-Statistik, die vom Bochumer Moritz Broschinski (2,72) angeführt wird und vor Stage in Leonardo Bittencourt (2,48/Platz 4) und Senne Lynen (2,19/Platz 8) laut „ligainsider.de“ zwei weitere Bremer aufweist. Doch die ganz bösen Tritte sind von Stage eigentlich nicht in Erinnerung geblieben. Dazu passt auch, dass er in 276 Pflichtspielen ohne Platzverweis ausgekommen ist. Bis zum Auftritt am Freitagabend im Spiel bei Eintracht Frankfurt. Da sah er nach einem rüden Foul an Jean-Mattéo Bahoya erst Gelb und nach Intervention des Video-Assistenten dann Rot. Ihm droht nun eine längere Sperre, wobei Werder Bremen auf etwas Nachsicht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hofft.

Werder Bremens Clemens Fritz über Jens Stages Foul in Frankfurt: „Das war eine klare Rote Karte, da gibt es keine Diskussion“

„Das war eine klare Rote Karte, da gibt es keine Diskussion“, urteilt Clemens Fritz, Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, im Gespräch mit der DeichStube. Jens Stage hatte Bahoya mit dem Fuß knapp unterhalb des Knies am Schienbein erwischt und dadurch abgeräumt. Der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt war mit dem Schrecken davongekommen, konnte nach kurzer Behandlungspause weiterspielen. „Ich habe hinterher mit Jens gesprochen: Es tut ihm sehr leid“, berichtet Fritz und fügt dann erklärend an: „Jens ist mit seiner Dynamik und seiner Intensität in den Zweikämpfen sehr wertvoll für uns. Aber bei ihm ist nie eine Böswilligkeit dabei, er ist eigentlich immer sehr fair unterwegs. Deswegen ist es ja auch die erste Rote Karte in seiner Karriere. Wir hoffen, dass das beim Strafmaß berücksichtigt wird.“

Werder-Verteidiger Anthony Jung hatte zuletzt für seine Rote Karte im Wolfsburg-Spiel eine Zwangspause von zwei Partien verordnet bekommen. Sein Vergehen: Notbremse durch Armauflegen auf der Schulter – also kein wirklich hartes Foul. Deswegen dürfte die Strafe von Jens Stage schon länger ausfallen. Was so oder so bitter für den Spieler und Werder Bremen ist. Denn der Däne hatte gerade erst eine Sperre nach seiner fünften Gelben Karte abgesessen. Nun fehlt er den Grün-Weißen erneut. (kni)

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