Besonderes Erlebnis gegen die Bayern
Was auch passiert, Verlaat will bleiben
Mönchengladbach - Erst gegen Mönchengladbach der Abwehrchef, dann gegen den großen FC Bayern – für Werder-Talent Jesper Verlaat war der Telekom-Cup sicherlich ein Höhepunkt in seiner Karriere.
Doch abheben wird der 21-Jährige deshalb nicht, zumal seine Lage gar nicht so gut ist, wie sie scheint: Werder will trotz eines Verlaats noch einen jungen Innenverteidiger verpflichten.
„Das eine schließt das andere nicht aus. Unsere Phantasie mit Jesper ist noch nicht am Ende“, behauptet Trainer Alexander Nouri und will damit sagen, dass Jesper auch bei weiterer Konkurrenz eine Chance bei den Profis hat. Wirklich? Werder hätte dann neben den bewährten Innenverteidigern Niklas Moisander, Lamine Sane, Luca Caldirola und Milos Veljkovic einen Neuzugang sowie eben Verlaat. Da ist es wahrscheinlicher, dass der Sohn von Ex-Profi Frank Verlaat wieder zur U 23 zurückkehrt.
„Ich fokussiere mich voll auf Werder“
„Es kann alles so schnell gehen, ich erwarte nichts“, sagt Verlaat junior: „Mit mir hat noch keiner gesprochen.“ Eine Entscheidung hat Verlaat trotzdem schon getroffen: „Ich werde noch ein Jahr in Bremen bleiben.“ So lange läuft sein Vertrag. Vorher will er nicht wechseln. Auch eine Ausleihe ist kein Thema für ihn: „Ich fokussiere mich voll auf Werder.“
Spiele gegen die Bayern empfindet Verlaat als große Chance. „Von Thomas Müller oder James kann man viel lernen“, sagt der 21-Jährige und spielt seine besondere Rolle beim Telekom-Cup etwas runter: „Na ja Abwehrchef - wir stehen zu dritt da hinten.“ Er habe versucht, es so zu machen wie in der dritten Liga.
Phasenweise ist ihm das ganz gut gelungen, aber der eine oder andere Fehler war im Spiel drin – und in puncto Schnelligkeit muss er sich auch noch etwas besser anpassen.