Werder-Torhüter empathisch
Abschied von Jiri Pavlenka: Michael Zetterer würde ihm ein letztes Werder-Spiel schenken
Michael Zetterer zeigt in einer Medienrunde Empathie für Torwartkollege Jiri Pavlenka und gönnt ihm einen besonderen Abschied vom SV Werder Bremen.
Bremen – Nach sieben Jahren endet für Keeper Jiri Pavlenka im Sommer seine Zeit beim SV Werder Bremen – etwas unfreiwillig. Er hat seinen Stammplatz an Michael Zetterer verloren, deswegen ist die Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrags kein Thema. Damit es kein leiser Abschied wird, macht sich Zetterer für einen Einsatz des Kollegen am letzten Spieltag daheim gegen den VfL Bochum stark. Allerdings weist die neue Nummer eins dabei auch auf eine besondere Problematik hin.
„Am Ende ist das eine Entscheidung des Trainers und des Vereins. Vor einem Jahr wollte ich gerne auch noch ein Spiel bekommen. Da war es aber nicht möglich, weil es am Ende für unseren Gegner Union Berlin noch um etwas ging. So respektvoll muss man gegenüber der Liga schon sein und deshalb bei seiner normalen Aufstellung bleiben“, erklärte Michael Zetterer am Dienstag in einer Medienrunde des SV Werder Bremen: „Aber mein emotionales und fußballerisches Herz gönnt Pavlas so ein Spiel. Also wenn ich gefragt werde, dann würde ich ihm das Spiel geben.“
Werder Bremens Michael Zetterer zeigt Empathie für seinen Torwartkollegen Jiri Pavlenka
Dazu müsste Jiri Pavlenka allerdings auch fit sein. Seit mehreren Wochen fällt der Tscheche nun schon wegen muskulärer Probleme aus. Dem 32-Jährigen läuft ein wenig die Zeit davon. Das passt zu seiner bitteren Saison. Er hatte im Herbst nur wegen einer Verletzung seinen seit Jahren sicheren Platz räumen müssen. Diese Gelegenheit nutzte Michael Zetterer, um sich festzuspielen. Pavlenka verlor dabei nicht nur seinen Status im Tor des SV Werder Bremen, sondern auch in der tschechischen Nationalmannschaft. Sein Traum von einer EM-Teilnahme in Deutschland ist so gut wie geplatzt. Er selbst möchte öffentlich nicht darüber sprechen.
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Michael Zetterer weiß natürlich um die durchaus tragische Situation seines Kollegen. „Ich kenne das selbst, wenn man nicht die Nummer eins ist“, sagte der 28-Jährige und betonte: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und eine super Kommunikation. Ich wünsche ihm, dass er das im Sommer findet, worauf er Lust hat.“ Bei Zetterer herrscht da seit vergangener Woche Klarheit, er hat seinen Vertrag beim SV Werder Bremen vorzeitig bis 2027 verlängert. (kni)