Statistiken im Vergleich

Pavlenka bester Bundesliga-Keeper

Jiri Pavlenka
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Werder-Torwart Jiri Pavlenka ist seit Wochen in starker Form.

Bremen - Die Nummer eins bei Werder, die Nummer eins im aktuellen Ranking der besten Bundesliga-Keeper: Mit 80,3 Prozent gehaltener Bälle steht Jiri Pavlenka nach dem zwölften Spieltag an der Spitze.

57 von 71 Schüssen (80,3 Prozent) auf sein Tor parierte der tschechische Torhüter - mehr als Bayern-Keeper Sven Ulreich (78,6 Prozent) auf Rang zwei und der Drittplatzierte Philipp Tschauner von Hannover 96 (77,6 Prozent), der beim 0:4 gegen Werder am vergangenen Sonntag ausgefallen war.

Den schlechtesten Wert hat überraschenderweise Nationaltorwart Bernd Leno. Der Schlussmann von Bayer 04 Leverkusen hielt bisher nur 59,1 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen. Ähnlich schwach ist auch der Keeper des Hamburger SV: Christian Mathenias hielt nur 59,2 Prozent der Torschüsse.

Kohfeldt lobt Pavlenka in höchsten Tönen

Es ist kein Wunder, dass Pavlenka an der Weser derzeit in den höchsten Tönen gelobt wird. Während der Pressekonferenz vor dem Spiel in Leipzig wurde Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag auf Pavlenkas prozentualen Parade(n)wert angesprochen.

Seine Wertschätzung für den 25-Jährigen hätte deutlicher nicht ausfallen können. „Wir sind sehr, sehr, sehr, sehr froh, dass Jiri bei uns ist. Er spielt eine überragende Saison“, sagte Kohfeldt und nannte seinen Schlussmann einen „kompletten Torhüter.“ Auf der Linie, im Eins-gegen-eins und auch fußballerisch sei Pavlenka enorm stark. „Außerdem ist er ein angenehmer Typ, mit dem es einfach sehr großen Spaß macht, zu arbeiten.“

Werder hat mit dem Torwart-Wechsel alles richtig gemacht

Werder hatte Pavlenka im Sommer nach wochenlangem Hin und Her letztlich für drei Millionen Euro Ablöse von Slavia Prag verpflichtet, womit der Verein für öffentliches Stirnrunzeln sorgte. Grund: Weil Pavlenka kam, ging Felix Wiedwald, und der hatte gerade eine bärenstarke Rückrunde gespielt. Mittlerweile steht fest: Werder hat mit dem Wechsel zwischen den Pfosten alles richtig gemacht, die drei Millionen Euro sind gut investiert.

Dass sich Pavlenka so schnell in seinem neuen Umfeld zurechtfindet, hat Sportchef Frank Baumann etwas überrascht. „Wir wussten, dass er seine Leistungen in der Bundesliga bringen kann“, sagte der 42-Jährige gestern. „Man weiß aber nie, was es für Auswirkungen auf einen Torhüter hat, wenn die Mannschaft in einer schwierigen Situation steckt.“ Pavlenka habe das gut weggesteckt. „Er ist von Spiel zu Spiel sicherer geworden.“

Weitere Zahlen, Daten und Fakten zu allen Mannschaften und Spielern findet ihr in unserem Statistik-Bereich.

Übersicht: Ranking der Bundesliga-Torhüter

VereinTorwartbisherige Einsätzegehaltene Bälle (in Prozent)
Werder BremenJiri Pavlenka1280,3%
Bayern MünchenSven Ulreich978,6%
Hannover 96Philipp Tschauner1177,6%
Eintracht FrankfurtLukas Hradecky1276,5%
FC AugsburgMarwin Hitz1275%
Schalke 04Ralf Fährmann1273%
TSG HoffenheimOliver Baumann1272,2%
Borussia MönchengladbachYann Sommer1071,7%
VfL WolfsburgKoen Casteels1271,2%
VfB StuttgartRon-Robert Zieler1270,6%
Hertha BSCRune Jarstein1268,9%
RB LeipzigPeter Gulacsi1168,9%
Borussia DortmundRoman Bürki1267,3%
SC FreiburgAlexander Schwolow1267%
1. FC KölnTimo Horn1263,5%
Mainz 05Rene Adler961,5%
Hamburger SVChristian Mathenia1259,2%
Bayer 04 LeverkusenBernd Leno1259,1%

Jiri Pavlenka: Seine Karriere in Bildern

Der tschechische Nationaltorhüter Jiri Pavlenka steht seit Beginn der Saison 201772018 im Tor des SVW und ist die unumstrittene Nummer 1.
Der tschechische Nationaltorhüter Jiri Pavlenka steht seit Beginn der Saison 2017/2018 im Tor des SVW und ist die unumstrittene Nummer 1. © gumzmedia
Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka spielte zuerst beim FC Hlucin in den Jugendmannschaften, wechselte dann in die Jugend des FC Banik Ostrau. Ab 2011 war er dort bei den Profis, wurde zunächst aber wieder für ein Jahr an den FC Hlucin verliehen. Nach seiner Rückkehr wurde er ab der Saison 2013/14 Stammtorhüter bei Ostrau. © imago
Jiri Pavlenka
Im Januar 2016 verpflichtete der SK Slavia Prag den tschechischen Keeper. © imago
Jiri Pavlenka
Pavlenka holte mit Prag in der Saison 2016/17 die tschechische Meisterschaft und nahm an der Europa-League-Qualifikation teil. © imago
Jiri Pavlenka
Zur Saison 2017/18 kam Jiri Pavlenka für drei Millionen Euro an die Weser... © Gumz
Jiri Pavlenka
...und ersetzte den früheren Stammkeeper Felix Wiedwald. © Gumz
Jiri Pavlenka
Zu Beginn der Saison 2017/18 stand er in allen Partien zwischen den Pfosten. © imago
Bei den Bremer Fans machte er sich schnell durch gute Leistungen beliebt.
Bei den Bremer Fans machte er sich schnell durch gute Leistungen beliebt. © imago
Mit Glanzparaden verhinderte der Keeper dabei, wie hier gegen Freiburg, meist Schlimmeres.
Mit Glanzparaden verhinderte der Keeper dabei, wie hier gegen Borussia Mönchengladbach, meist Schlimmeres. © gumzmedia
Jiri Pavlenka
Seine Heimat Tschechien durfte Pavlenka in vier Spielen der U21-Nationalmannschaft vertreten, seit November 2016 steht er auch im Kader der A-Nationalmannschaft. © imago
Durch viele starke Paraden ist Jiri Pavlenka zu einem der besten Keeper der Liga geworden.
Durch viele starke Paraden ist Jiri Pavlenka zu einem der besten Keeper der Liga geworden. © gumzmedia
Die tschechische „Krake“, wie er in Bremen liebevoll genannt wird, wird von den DeichStube-Lesern zum „Spieler der Saison 2017/2018“ gewählt.
Die tschechische „Krake“, wie er in Bremen liebevoll genannt wird, wird von den DeichStube-Lesern zum „Spieler der Saison 2017/2018“ gewählt. © gumzmedia
Bei Werders Pokal-Coup im Februar 2019 in Dortmund spielte Jiri Pavlenka eine Hauptrolle: er hielt im Elfmeterschießen zwei Schüsse der Dortmunder und avancierte dadurch zum Pokalhelden.
Bei Werders Pokal-Coup im Februar 2019 in Dortmund spielte Jiri Pavlenka eine Hauptrolle: er hielt im Elfmeterschießen zwei Schüsse der Dortmunder und avancierte dadurch zum Pokalhelden. © gumzmedia

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