St. Pauli-Stürmer galt als Top-Talent

Ex-Werder-Profi Johannes Eggestein spricht über früheren Hype um seine Person: „Ich habe mich nie als Supertalent gesehen“

Johannes Eggestein galt als Top-Talent von Werder Bremen, doch der Durchbruch an der Weser blieb ihm verwehrt - nun hat er über den früheren Hype um seine Person gesprochen!
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Johannes Eggestein galt als Top-Talent von Werder Bremen, doch der Durchbruch an der Weser blieb ihm verwehrt - nun hat er über den früheren Hype um seine Person gesprochen!

Johannes Eggestein galt als Top-Talent des SV Werder Bremen, doch der große Durchbruch blieb ihm verwehrt. Nun hat der 26-Jährige, der inzwischen für den FC St. Pauli kickt, über den früheren Hype um seine Person gesprochen.

Bremen/Hamburg – Beim SV Werder Bremen galt Johannes Eggestein einst als großer Hoffnungsträger, sollte so etwas wie das Gesicht des Vereins werden. Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Dem einstigen Top-Talent (Eggestein schoss in der U19-Bundesliga einmal 33 Tore in 26 Spielen und stand unter anderem bei Manchester United auf der Liste) blieb der große Durchbruch an der Weser verwehrt. Jetzt hat der heutige Profi des FC St. Pauli verraten, wie er als Jugendlicher mit dem damaligen Trubel um seine Person umgegangen ist.

Ex-Werder-Bremen-Profi Johannes Eggestein über seinen Umgang mit dem Hype um seine Person: „Man darf nicht abheben“

„Man darf nicht abheben“, sagt der Angreifer des FC St. Pauli im Gespräch mit „merkur.de“. Und weiter: „Es war wichtig zu verstehen, dass das ein mediengemachter Hype ist. Natürlich merkt man in der Jugend, dass man erfolgreich ist und viele Tore macht. Trotzdem habe ich mich nie als Supertalent gesehen.“ Der Grund für diese Einschätzung? „Es war mir schon damals klar, dass der Sprung von der Jugend zu den Profis enorm ist. Da bringen einem Statistiken von früher nichts“, sagt Johannes Eggestein, der sich vor allem an den Ratschlägen seines Vaters und seines älteren Bruders Maximilian (jetzt SC Freiburg) orientiert hat, die den Youngster damals aufs Wesentliche fokussiert haben. Oder wie der frühere Profi des SV Werder Bremen sagt: „Sie wussten, dass sie mich auf dem Boden halten müssen und haben die Gerüchte von mir ferngehalten.“

Trotzdem kann „Jojo“ Eggestein, der insgesamt 46 Mal für Werder Bremen in der Bundesliga auf dem Platz stand und dabei fünf Treffer erzielte, nachvollziehen, dass viele Talente den Lockrufen größerer Vereine nicht widerstehen können. „Es ist völlig verständlich, dass junge Spieler abheben, wenn es früh so gut läuft und sie von allen Seiten nur Lob bekommen“, findet er. „Mit 16, 17, 18 Jahren fehlt die Erfahrung, um das einordnen zu können. Im Fußball und im gesamten Leben. Das kann zu Fehleinschätzungen und falschen Schritten führen.“ Eggestein hat seine Bodenständigkeit geholfen. Nach einer erfolgreichen Leihstation beim Linzer ASK und seinem festen Wechsel zu Royal Antwerpen, wo der frühere U21-Nationalspieler eine schwierige Zeit erlebte, stürmt er seit Sommer 2022 erfolgreich für den FC St. Pauli, mit dem er in diesem Sommer nicht nur wieder in der Bundesliga zurückgekehrt ist, sondern sich obendrein zum Stammspieler entwickelt hat. (mwi)

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