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Bremen - Der Plan ist klar, die Absicht auch schon öffentlich erklärt: Aron Johannsson soll Werder Bremen im Sommer nach Möglichkeit verlassen.
Das möchte der Verein, und das möchte auch der Spieler - und trotzdem ist in die Personalie noch keine richtige Bewegung gekommen. Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass Johannsson bis zuletzt noch immer an einer Fußverletzung laborierte, wegen der er bereits das Finale der Vorsaison verpasst hatte. Am Samstag kehrte er nun ins Teamtraining zurück.
Während alle in Bremen weilenden Teamkollegen bereits während der vergangenen Woche wieder auf dem Trainingsplatz gestanden hatten, war von Johannsson dort keine Spur. Der Angreifer trainierte stattdessen individuell in den Katakomben des Weserstadions. „Es geht grundsätzlich darum, dass wir ihn Stück für Stück wieder aufbauen“, hatte Sportchef Frank Baumann am Freitag im Gespräch mit der DeichStube erklärt. Und: „Er wird sehr zeitnah wieder vollkommen fit sein und mit der Mannschaft trainieren können.“ Am Samstag nun also der erste Schritt in diese Richtung.
„Würde mich freuen, wenn er bleibt“
Keine Frage: Bei Werder hoffen sie auf eine schnelle und komplette Rückkehr des 27-Jährigen. Denn wie sonst sollte sich ein Spieler zu möglichst akzeptablen Konditionen verkaufen lassen, wenn er nicht vollkommen fit ist? Durchaus denkbar, dass Johannsson (Vertrag bis 2019) am Ende doch bei Werder bleibt, weil sich kein passender Abnehmer findet.
Für Trainer Florian Kohfeldt, der Johannsson in der vergangenen Saison stark gefördert hat, wäre das kein Problem, im Gegenteil. Er betont gegenüber der DeichStube: „Ich bin von Arons grundsätzlichen Fähigkeiten absolut überzeugt und würde mich auch freuen, wenn er bleibt.“ Dass Baumann den Stürmer trotzdem zum Verkauf anbietet, wirkt da wie eine Wende in der Wertschätzung.
„Nein, da gibt es keine Wende“, widerspricht Kohfeldt. „Ich kenne Arons Fähigkeiten sehr gut. Er weiß, dass ich ihn schätze.“ Andererseits gilt auch bei Werder: Wenn der Verein ein Jahr vor Vertragsablauf noch eine Ablösesumme für einen Spieler kassieren möchte, muss man ihn eben ins Schaufenster stellen - und darauf hoffen, dass er künftig fit bleibt.