Nach dem Duell Werder gegen Hoffenheim

Nagelsmanns Bitte: „Gib Feuer, Alex!“

Julina Nagelsmann
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TSG-Coach Julian Nagelsmann scherzte nach dem 5:3-Erfolg gegen Werder Bremen zusammen mit Kumpel Alexander Nouri.

Bremen - Julian Nagelsmann ist, da besteht mal gar kein Zweifel, ein ganz Ausgefuchster. Nicht nur, dass der Trainer von 1899 Hoffenheim seinen Kumpel Alexander Nouri mit 5:3 heftig auf die Bretter geschmettert hat, nein, er traut sich danach sogar, von eben diesem Nouri Hilfe einzufordern.

Auf einer Pressekonferenz, die dem Unterhaltungswert des vorangegangenen Spiels zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim in nichts nachstand, schickte Nagelsmann Nouri mit einem klaren Auftrag in das letzte Saisonspiel gegen Borussia Dortmund: „Alex hau rein, gib Feuer!“

Hintergrund des Ganzen: Um noch Platz drei und damit die direkte Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase zu erreichen, muss Hoffenheim am Samstag im Fernduell mit dem punktgleichen BVB vier Tore aufholen. Oder einen Punkt mehr holen als die Borussia. Dafür braucht die TSG (muss daheim gegen den abstiegsgefährdeten FC Augsburg ran) die Hilfe des SV Werder.

Nagelsmann baut auf Kumpel Nouri

Sollte die kommen, „fahre ich auch mal mit dir in Urlaub – wenn‘s sein muss“, witzelte Nagelsmann Richtung Nouri. Die Lacher waren ihm sicher – auch von Nouri selbst. Die beiden haben zusammen den Lehrgang zum Fußball-Lehrer absolviert, verstehen sich gut. Das war deutlich zu spüren.

„Alles Gute für Europa“, wünschte Nouri noch. „Du weißt, was du zu tun hast“, meinte Nagelsmann mit gespielter Strenge. „Freilich“, lachte Nouri: „Wir werden unser Bestes geben, um uns und dir den Weg zu bereiten.“ Ein bayerisches „Pfüati“ schickte er noch hinterher. „Bussi, Papa!“, antwortete Nagelsmann noch, ehe sein Bremer Kumpel noch die Niederlage erklären musste. Da war dann Schluss mit lustig. Nouri: „Unser Plan ist nicht aufgegangen, der von Jule schon.“

Werder vergeigt letztes Saison-Heimspiel

Werder gegen Hoffenheim
Was für ein großartiger Empfang,... © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
...den die Werder-Fans ihrer Mannschaft vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen Hoffenheim geboten haben. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Kurz vor dem Anpfiff wurde Clemens Fritz, der seine Karriere nach der Saison beenden wird, verabschiedet und zum Ehrenspielführer des SV Werder gekürt. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Die Bremer Fans hatten sich für ihren Kapitän eine besondere Choreo einfallen lassen. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Außerdem wurden Florian Grillitsch und Santiago Garcia verabschiedet. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Der Spielverlauf ist schnell erklärt. Werders Abwehr war offen wie ein Scheunentor. Nach sieben Minuten lag Bremen schon 0:1 hinten. Adam Szalai schoss die TSG in Front. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Nur wenige Augenblicke später erhöhte Andrej Kramaric auf 0:2 (11.), der die Kugel nach Vorarbeit von Szalai ins kurze Eck haute. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Bis zur 29. Minute hatte es gedauert, ehe Werder das erste Mal gefährlich wurde. Serge Gnabry verzog jedoch knapp recht am Tor vorbei. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Auf der Gegenseite hingegen klingelte es dann schon wieder. Steven Zuber hatte auf der rechten Bremer Abwehrseite alle Zeit der Welt, weil Robert Bauer nur halbherzig verteidigte, und erzielte das 0:3 (40.) © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Schlag auf Schlag ging es weiter. Wieder war es Kramaric, der ins Tor von Werder-Keeper Wiedwald traf - 0:4 (49.). © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Der nächste Treffer sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ermin Bicakcic köpfte eine Eckflanke drei Minuten später zum 0:5 (52.) © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Und noch immer hatte das Spiel noch was zu bieten. Werder startete zumindest eine kleine Aufholjagd. Theodor Gebre Selassie traf in der 59. Minute zum1:5. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Der inzwischen ins Spiel gekommene Philipp Bargfrede erzielte dann das 2:5 (86.). Es war sein fünfter Treffer für die Bremer. Kurios dabei: Vier davon erzielte er gegen Lieblingsgegner Hoffenheim. © nordphoto
Werder gegen Hoffenheim
Kurz vor Abpfiff verkürzte Bauer noch auf 3:5. Es war der Schlusspunkt eines gewaltigen Tor-Spektakels. Werders Traum von Europa rückt durch die Pleite jedoch in die Ferne und ist nicht mehr aus eigener Kraft zu erreichen. © nordphoto

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