Unauffällige Vorbereitung

Werders Njinmah braucht noch Zeit: „Diese frische Art, die sein Spiel auszeichnet, ist noch nicht wieder voll da“

Justin Njinmah spielt bisher eine unauffällige Vorbereitung beim SV Werder Bremen. Nach seinem heftigen Infekt befindet er sich immer noch auf dem Weg zurück zu alter Stärke.
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Justin Njinmah spielt bisher eine unauffällige Vorbereitung beim SV Werder Bremen. Nach seinem heftigen Infekt befindet er sich immer noch auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Justin Njinmah war in der Vorsaison der Shootingstar beim SV Werder Bremen, jetzt spielt er eine unauffällige Vorbereitung. Ihm fehlt seine „frische Art“. Darum hat er aktuell noch Probleme.

Bremen - Fünf von geplanten sieben Testspielen hat der SV Werder Bremen während der laufenden Saisonvorbereitung inzwischen absolviert und dabei gute Ansätze, aber auch große Baustellen offenbart. Die Bremer Geschichten des Sommers, sie erzählen bisher von treffsicheren Neuzugängen (Keke Topp), unzufriedenen Kapitänen (Marco Friedl) sowie von noch fehlender Abstimmung, dafür aber bereits ordentlicher Intensität. Zur Überraschung vieler erzählen sie aber nicht von: Justin Njinmah. Werders Shootingstar aus der Vorsaison spielt bis dato eine unauffällige Vorbereitung und steht nach vier Partien noch ohne Treffer da. Im Verein hätten sie es sich fraglos anders gewünscht, klar. Doch überrascht oder gar enttäuscht ist bei Werder niemand von Njinmah. Weil es für dessen aktuelle Form einen nachvollziehbaren Grund gibt.

Zur Erinnerung: Die letzten fünf Spieltage der abgelaufenen Saison hatte der schnelle Angreifer wegen eines Infekts verpasst, der nicht nur hartnäckig war, sondern ihm auch körperlich ordentlich zusetzte. „Der Infekt hat ihn am Ende der vergangenen Saison schon sehr zurückgeworfen“, sagt Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube - und erklärt: „Jetzt ist er auf dem Weg zu alter Stärke, braucht dafür aber noch Zeit.“

Werder Bremens Justin Njinmah fehlt noch seine „frische Art“, aber „gesundheitlich ist wieder alles in Ordnung“

Justin Njinmahs Spiel lebt bekanntlich von seinem hohen Tempo, von seiner Antrittsschnelligkeit und Explosivität. Damit hat er die Verteidiger in der Bundesliga im vergangenen Spieljahr immer wieder vor große Probleme gestellt. Am Ende standen nach seiner Premierensaison im Oberhaus sechs Tore und zwei Assists für den gebürtigen Hamburger zu Buche. Werder Bremen honorierte Njinmahs gute Leistungen im Juni mit einem neuen Vertrag inklusive Gehaltsanpassung. Jetzt geht es für das Trainerteam um Chefcoach Ole Werner darum, den 23-Jährigen behutsam wieder auf dessen Topniveau zu bringen.

„Diese frische Art, die sein Spiel auszeichnet, ist noch nicht wieder voll da. Daran arbeiten wir mit ihm gemeinsam, Schritt für Schritt“, sagt Niemeyer. Justin Njinmah sei dabei sehr ehrgeizig und bringe sich voll ein. „Gesundheitlich ist bei ihm wieder alles in Ordnung“, versichert der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen - und hält fest: „Er ist nur von einem anderen Stand aus als die Kollegen in die Vorbereitung gestartet.“ Sobald Njinmah die Lücke geschlossen hat, dürfte auch er bald wieder Bremer Geschichten schreiben. (dco)

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