Werder-Kapitän findet klare Worte
Umbruch? Werder-Kapitän Marco Friedl nimmt Kaderplaner in die Pflicht
Nach der 2:4-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach schickt Kapitän Marco Friedl eine unmissverständliche Forderung an die Verantwortlichen des SV Werder Bremen!
Bremen – Die Leidenszeit von Marco Friedl hat ein Ende – zumindest dann, wenn es um seine körperliche Verfassung geht. Der Kapitän des SV Werder Bremen feierte in der Schlussphase des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach (2:4) sein Comeback und will nach der jetzigen Länderspielphase wieder ein wichtiger Faktor in der Mannschaft sein. Vor dem Liga-Endspurt blickt der 26-Jährige aber bereits auf den Sommer, für den die handelnden Personen bei Werder einen großen Umbruch angekündigt haben. Der Österreicher formuliert deshalb eine unmissverständliche Forderung an die Adresse von Fußball-Chef Clemens Fritz, Kaderplaner Johannes Jahns und Peter Niemeyer als Leiter Profifußball.
Werder Bremens Marco Friedl: „Wenn man von einem Umbruch spricht, dann braucht man einen Mix aus jungen und alten Spielern
„Ich will, dass wir uns da gut aufstellen und sinnvolle Entscheidungen treffen, die gut für die nächsten Jahre sind“, betont der Innenverteidiger des SV Werder Bremen. „Wenn man von einem Umbruch spricht, dann braucht man einen Mix aus jungen und alten Spielern. Die Verantwortlichen sind da schon gefragt, denn es ist schwierig, so etwas zu machen.“ Das Vertrauen in seine Vorgesetzten sei aber vorhanden, wie Marco Friedl unterstreicht: „Ich denke, dass da die Richtigen am Werk sind. Und dann werden wir schauen, was da auf die Beine gestellt wird.“ Der Abwehrchef bietet dennoch seine Mithilfe an: „Wenn Input gewünscht ist, dann werde ich meinen Beitrag leisten.“
Marco Friedl will schließlich, dass es dem Verein perspektivisch gut geht. Die Zukunft soll rosiger als der aktuelle Ist-Zustand daherkommen. Ob er davon auch seinen eigenen Werdegang abhängig macht? „Ja, natürlich. Ich will, dass sich der Verein für die nächsten Jahre gut aufstellt und gute Entscheidungen getroffen werden“, sagt der Profi des SV Werder Bremen. „Jeder Spieler spielt, weil er erfolgreich mit dem Club und Jahr für Jahr besser sein will. Deshalb ist es von Bedeutung, was für die nächsten Jahre geplant ist.“
Werder Bremens Marco Friedl über Verletzungspause: „Die Zeit war nervig. Wenn du Woche für Woche zuschauen musst, ist das nicht schön“
Nicht ganz unwichtig ist allerdings auch, dass die Erfolgsquote für den Rest der laufenden Saison ebenfalls optimiert wird. Dann eben auch wieder mit mehr Zutun von Marco Friedl. „Ich habe nur zweieinhalb Trainingseinheiten mit der Mannschaft gehabt, deshalb war relativ schnell klar, dass ich nicht von Anfang an spielen würde“, erklärt der Abwehrchef des SV Werder Bremen mit Blick auf die Partie gegen Borussia Mönchengladbach. „Ab und an merke ich das Knie noch, aber das ist normal, wenn du länger nicht im Training bist. Ich will jetzt die Länderspielpause richtig gut nutzen, damit ich wieder bei 100 Prozent bin und gegen Kiel von Beginn an dabei sein kann.“
Gequält hat er sich zuletzt schließlich genug. Einerseits physisch, aber auch mental, weil Werder Bremen in seiner Abwesenheit mächtig kriselte, in der Liga oft enttäuschte und auch noch aus dem Pokal flog. „Die Zeit war nervig. Wenn du der Mannschaft als Kapitän Woche für Woche zuschauen musst, ist das nicht schön“, gesteht Marco Friedl. „Du gibst deinen Input in der Kabine, aber kurz vor dem Spiel oder währenddessen kann du nicht einwirken. Dabei ist es da eigentlich am wichtigsten.“ (mbü/bvo)