Stimmen zum Spiel
„Das ist Kindergarten“ – die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen Hoffenheim
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag mit 0:1 (0:1) verloren. Werder war nach einer Roten Karte für Außenverteidiger Yukinari Sugawara (2.) früh in Unterzahl geraten – die Stimmen zum Spiel von Trainer Daniel Thioune Kapitän Marco Friedl und Co..
Daniel Thioune (Trainer des SV Werder Bremen): „Trotz der Unterzahl hat sich der Matchplan nicht unbedingt verändert, weil wir kompakt stehen wollten. Dennoch hätten wir mit einem Spieler mehr besser ins Spiel gefunden. Wir hätten besser umschalten können und hätten mehr Spieler in der Box gehabt. Wir haben bravourös verteidigt und mussten extrem viel aufwenden. Leider ist es uns nicht gelungen, die zahlreichen Kontermöglichkeiten erfolgreich abzuschließen. Nach dem Vortrag heute ist mir jedoch nicht bange, wenn ich auf die nächste Woche blicke. Mit einer ähnlichen Leistung sind wir in der Lage im Elf-gegen-Elf den nötigen Punkt zu holen, falls es notwendig ist. Aber natürlich würden wir uns freuen, wenn der Klassenerhalt noch heute Abend perfekt gemacht wird.“
Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Wie wir das Spiel nach der Roten Karte gegen eine absolute Top-Mannschaft bestritten haben – da ziehe ich den Hut. Wir haben es sehr gut verteidigt und wir hatten unfassbar viele Kontermöglichkeiten. Das habe ich in Unterzahl selten so erlebt. Was mich aber unfassbar wütend macht, ist die Art und Weise wie wir das Gegentor kassieren. Das ist Kindergarten. Es ist unfassbar, dass wir in der Situation nicht auf der Höhe sind und dass wir schlafen. Wegen so einer Schei*e darfst du nie und nimmer ein Tor kassieren. Es macht mich so sauer, weil wir es ansonsten sehr gut verteidigt haben.“
Werder Bremen ärgert sich über „billiges“ Gegentor gegen TSG Hoffenheim - die Stimmen zum Spiel
Clemens Fritz (Werder-Sportchef): „Es ist sehr ärgerlich gelaufen. Wir wollten mindestens den einen Punkt holen und das ist uns nicht gelungen. Wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, gab es viele Momente, die nicht gerade für uns entschieden wurden. Es gab enge Entscheidungen, in denen es sicherlich auch schonmal einen Elfmeter oder eine Rote Karte wegen Notbremse für den Gegner gegeben hat. Das war ärgerlich. Aber wir müssen nicht darüber reden: So eine Rote Karte an der Außenlinie, nach zwei Minuten, das ist natürlich unnötig. So muss Yuki da nicht hingehen. Das weiß er auch selbst. Der Gegenspieler steht mit dem Rücken in unsere Richtung an der Außenlinie. So lange in Unterzahl zu spielen, tut einfach weh, umso mehr bei diesen Temperaturen und gegen eine so spielstarke Mannschaft. In den Momenten, die wir offensiv hatten, waren wir dann zu harmlos. Das gehört auch zur Wahrheit des Spiels. Trotzdem muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie wirklich gekämpft hat bis zum Schluss. Dafür, dass wir so lange in Unterzahl gespielt haben, haben wir nicht viele Möglichkeiten zugelassen. Trotzdem haben wir das Spiel verloren. Es ist kein gutes Gefühl, wenn du auf andere Plätze schauen musst.“
Senne Lynen (Werder-Profi): „Nach der Roten Karte hat die Mannschaft gut reagiert. Wir waren im Spiel und hatten Chancen, haben nur das Tor nicht gemacht. Dann sind wir einmal 15, 20 Sekunden lang nicht wach, machen mehrere Fehler hintereinander und kassieren das Tor. Da sind wir nicht sauber genug, keiner ist auf seiner Position und wir liegen hinten. Das war viel zu billig.“
Senne Lynen über die Rote Karte: „Er trifft ihn klar an der Wade. Auf dem Platz sah es im ersten Moment gar nicht so schlimm aus, aber natürlich ist das eine Rote Karte.“
Werder Bremen verliert bei der TSG Hoffenheim - die Stimmen zum Spiel
Olivier Deman (Werder-Verteidiger): „Wenn man nach zwei Minuten eine Rote Karte bekommt, gegen Hoffenheim, das noch um die Champions League kämpft, dann weißt du, dass es ganz schwierig wird. Und dann musst du versuchen, mit aller Energie, die du hast, zu verteidigen. Und es ist auch klar, dass dir manchmal die Energie oder die Klarheit ein bisschen fehlt. Das Einzige, was mich ein bisschen sauer gemacht hat, ist das Gegentor. Das war ein bisschen zu einfach. Das können wir besser machen, das haben wir schon besser gemacht. Wir machen es insgesamt eigentlich super. Dann hätte ich lieber einen Schuss aus 30 Metern gehabt, der uns reinfliegt, als so ein Tor. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft: Wie wir das gemacht haben, mit zehn Spielern in Hoffenheim. Aber das gibt uns heute leider keine Punkte.“
Jens Stage (Werder-Profi): „99 Prozent der Leistung war in Ordnung. Wir haben alles versucht. Mit der frühen Unterzahl war uns klar, dass das schwer wird. Dennoch haben wir es gut gemacht. Mit etwas mehr Glück können wir hier vielleicht einen Punkt mitnehmen, aber am Ende stehen wir ohne Zähler da. Das tut weh. Für uns wird es wichtig sein, dass wir als Team und Verein weiter zusammenhalten. Die Unterstützung war heute mal wieder toll. Wir werden weiterarbeiten und gegen Dortmund versuchen, uns zu pushen, damit die Kleinigkeiten in unsere Richtung ausfallen.“
Mit Material von Sky und Werder.de
Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Zimmermann
