Neue Regel in der Bundesliga

Bei Werder darf nur noch Friedl zum Schiri: DFB übernimmt „Kapitänsregel“ der EM

Ein Bild, das es so in der kommenden Bundesliga-Spielzeit nicht mehr so oft geben dürfte: Die Spieler des SV Werder Bremen protestieren beim Schiedsrichter. Das bleibt künftig allein Kapitän Marco Friedl vorbehalten.
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Ein Bild, das es so in der kommenden Bundesliga-Spielzeit nicht mehr so oft geben dürfte: Die Spieler des SV Werder Bremen protestieren beim Schiedsrichter. Das bleibt künftig allein Kapitän Marco Friedl vorbehalten.

Frankfurt am Main/Bremen - Während der Europameisterschaft in Deutschland kam die neue Regelung erstmals zum Einsatz - nun wird sie auch in allen deutschen Spielklassen eingeführt: Ab der kommenden Saison dürfen nur noch die Mannschaftskapitäne mit dem Schiedsrichter diskutieren. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstagvormittag verkündet. 

Die EM war als eine Art Testlauf für die neue Regel angedacht gewesen, nach den positiven Eindrücken nimmt sie nun einen festen Platz im deutschen Profi- und Amateurfußball ein. Was für den SV Werder Bremen und die 17 anderen Bundesligisten freilich eine Umstellung bedeutet. Ab sofort ist es bei Werder nur noch Kapitän Marco Friedl gestattet, Beschwerden und Einwände beim Unparteiischen vorzutragen.

Darüber hinaus ist der Österreicher entsprechend der neuen Regel dafür verantwortlich, dass sich seine Mitspieler dem Referee gegenüber respektvoll verhalten und ihn nicht etwa bedrängen. Sobald ein Profi Diskussionen mit dem Schiedsrichter beginnt, wird er dafür verwarnt. Ein Thema, das bei Werder Bremen während der Vorbereitung zur Sprache kommen dürfte. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison hatte allein Stürmer Marvin Ducksch acht Gelbe Karten wegen Meckerns gesehen. Sollte der Kapitän einer Mannschaft gleichzeitig ihr Torwart sein - so wie es beispielsweise beim FC Bayern München mit Manuel Neuer der Fall ist - kann der Verein einen Feldspieler benennen, der stellvertretend mit dem Schiedsrichter diskutieren darf. 

Neue Kapitänsregel in der Bundesliga: Bei Werder Bremen und Co. darf nur noch der Kapitän mit dem Schiedsrichter reden

Die neue „Kapitänsregel“ betrachtet Ansgar Schwenken, der DFL-Direktor Spielbetrieb und Fans, als „logischen nächsten Schritt für noch mehr Fairness und Respekt“. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann sieht derweil unter anderem eine „schnellere Spielfortsetzung und einen erheblich respektvolleren Umgang“ mit den Schiedsrichtern als Vorteile der Neuerung an. 
 
Erst kürzlich hatte die Uefa bekannt gegeben, die neue Regel auf ihre Europapokal-Wettbewerbe auszuweiten. Während des Testlaufs bei der EM war es zu deutlich weniger Rudelbildungen gekommen. (dco)

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