Neue Nummer eins

Schon drei Hand-Operationen: Wie Werder mit Heins Verletzungshistorie umgeht

Komplizierte Verletzungshistorie: Karl Hein hat bereits drei Hand-Operationen hinter sich, doch der SV Werder Bremen ist vom Torhüter überzeugt.

Ganz so schlimm wie Michael Zetterer hatte es Karl Hein nicht erwischt. Während der ehemalige Torhüter des SV Werder Bremen im Laufe seines bisherigen Lebens gleich mehrfach wegen Kahnbeinbrüchen pausieren musste und die eigene Karriere sogar zwischenzeitlich am seidenen Faden hing, plagte sich die neue Nummer eins der Norddeutschen während der abgelaufenen Rückrunde „nur“ mit einer schmerzhaften Daumenblessur herum. Allerdings nicht zum ersten Mal – weshalb Heins kürzlich gesprochene Sätze durchaus ein paar Erinnerungen an die Leiden Zetterers weckten.

„Ehrlich gesagt möchte ich mich nicht mehr mit Handverletzungen befassen – es waren schon drei, ich habe bereits drei Operationen an der Hand gehabt“, verriet der estnische Nationalkeeper Karl Hein. „Ich glaube, diese Verletzung hat jetzt wirklich die Alarmglocken läuten lassen, dass es Zeit ist, die Daumen zu tapen, damit die Gelenke etwas stabiler sind.“ Bei Werder Bremen sind sie ob der wiederholten Problematik des Nachfolgers von Mio Backhaus aber unbesorgt.

Werder Bremen ist vom neuen Stammkeeper überzeugt: Karl Hein hat bereits drei Hand-Operationen hinter sich.

Nach insgesamt schon drei Handverletzungen – Werder Bremen setzt auf Karl Hein: „Zu 100 Prozent fit“

„Karl ist zu 100 Prozent fit“, betont Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball, im Gespräch mit der DeichStube. Die medizinische Abteilung der Bremer hatte ein genaues Auge auf die wichtigsten Werkzeuge des Torhüters, begleitete Karl Hein intensiv bis zur vollständigen Genesung, nachdem dieser in London operiert wurde. Anders wäre es auch nicht möglich gewesen, dass der 24-Jährige die Sommerpause noch für eine erfolgreiche Stippvisite bei der Nationalmannschaft unterbrochen hätte. „Es ist schön, dass er nach dem Gewinn des Baltic-Cups jetzt Urlaub machen und danach bei uns als Spieler von Werder Bremen seine Qualitäten zeigen kann“, sagt Niemeyer über den Profi, der in diesem Sommer auch noch heiraten wird, ehe Höchstleistungen im Trikot der Grün-Weißen gefordert sind. „Wir versprechen uns viel von ihm, weil er im Training und während der beiden Einsätze, die er für uns hatte, richtig gute Leistungen gezeigt hat.“

Auch Karl Hein selbst ist voller Vorfreude, nachdem er nun auch im Club Stammkraft sein darf. „Ich denke, es ist eine spannende Herausforderung und ein toller Schritt für meine Karriere“, hatte der Este unlängst gesagt und mit Blick auf Werder Bremen betont: „Wir müssen diese Saison abhaken, daraus lernen und versuchen, es nächste Saison besser zu machen.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fernando Soares

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