Unterschrift schon viel früher

Werder-Torwart Karl Hein lüftet Geheimnis – und zieht Ronaldo-Vergleich

Vertrags-Detail und privates Glück: Karl Hein verrät zwei Geheimnisse – und der Keeper von Werder Bremen zieht einen Vergleich mit Cristiano Ronaldo!

Seit dem vergangenen Samstag steht offiziell fest: Karl Hein wird die neue Nummer eins des SV Werder Bremen. Der Torhüter selbst wusste das allerdings schon viel früher – schließlich hatte er da längst eine Unterschrift unter seinen neuen Vertrag an der Weser gesetzt. Doch das musste ein Geheimnis bleiben, wie er jetzt während eines Heimatbesuches in Estland verriet. „Ich habe es meinen Liebsten erzählt, aber ansonsten habe ich versucht, es so lange wie möglich geheim zu halten“, erzählte der 24-Jährige am Wochenende am Rande des Pokalfinals, das er sich als Tribünengast anschaute. „Ich denke, es ist eine spannende Herausforderung und ein toller Schritt für meine Karriere!“

Vertrags-Detail und privates Glück: Karl Hein verrät zwei Geheimnisse – und der Keeper von Werder Bremen zieht einen Vergleich mit Cristiano Ronaldo!

Werder Bremens Karl Hein: „Letzte Saison fiel es mir persönlich schwer, die Rolle des Ersatztorhüters zu akzeptieren“

Im Vorsommer war der 1,93 Meter große Schlussmann von Premier-League-Club Arsenal London auf Leihbasis zum SV Werder Bremen gewechselt, blieb mit Ausnahme von zwei Partien aber Bankdrücker, weil sich Stammkeeper Mio Backhaus keine Schwäche erlaubte. „Letzte Saison fiel es mir persönlich schwer, die Rolle des Ersatztorhüters zu akzeptieren, aber ich habe alles dafür getan, dass diese Saison nicht einfach so verpufft“, sagte Karl Hein nun. „Es war ein sehr lehrreiches Jahr. Ich habe jeden Tag hart trainiert und mein Bestes gegeben, damit meine Entwicklung weitergeht.“

Diese Hartnäckigkeit ist den Verantwortlichen des SV Werder Bremen nicht verborgen geblieben, weshalb sie den estnischen Nationalkeeper nun per Kaufoption fest verpflichteten – nach DeichStube-Information läuft das neue Arbeitspapier bis zum Jahr 2030. Karl Hein: „Das ist echt cool! Und es wird noch cooler! Einen Vertrag bei einem deutschen Bundesligisten zu bekommen – eine tolle Herausforderung, und ich hoffe, alles läuft gut!“

Werder Bremens Karl Hein: „Wir müssen diese Saison abhaken, daraus lernen und versuchen, es nächste Saison besser zu machen“

Rein sportlich hat Karl Hein bereits ganz konkrete Vorstellungen, wie die kommende Spielzeit mit dem SV Werder Bremen laufen soll. „Am Ende der letzten Saison haben wir den Klassenerhalt geschafft, zumindest das Mindestziel. Aber ich glaube nicht, dass das der Standard für diesen Verein ist“, betonte der Torhüter. „In den letzten Jahren waren wir auch immer sehr nah an den Europapokalplätzen dran. Ich denke, unser Ziel ist es, das zu wiederholen oder es sogar zu verbessern. Natürlich verändern sich die Dinge in jedem Verein, und jeden Sommer gibt es Umstrukturierungen. Aber wir müssen diese Saison abhaken, daraus lernen und versuchen, es nächste Saison besser zu machen.“

Werder Bremens Karl Hein verrät, dass er im Sommer seine langjährige Partnerin Hedri Hanna heiraten wird

Doch vorher gibt es erst einmal noch andere Dinge zu erledigen. Und die sind nicht weniger schön. Wie Karl Hein nämlich als Gast der TV-Show „Hommik Anuga“ erklärte, wird er in diesem Sommer seine langjährige Partnerin Hedri Hanna heiraten. Ein gemeinsamer Urlaub ist selbstverständlich ebenfalls geplant, doch zuvor wird auch noch Fußball gespielt. Beim Baltic-Cup trifft Estland am 6. Juni im Halbfinale auf die Färöer – Hein will dabei nach überstandener Daumenverletzung unbedingt wieder zwischen den Pfosten stehen.

Die Blessur hatte sich der 24-Jährige im März im Training des SV Werder Bremen zugezogen, sie beendete die Saison von Karl Hein früher als gewünscht. „Es war totales Pech: Ich mache 50 bis 100 solcher Wiederholungen jede Woche und nichts passiert. Doch dann gab es ein etwas falsches Timing am Finger, und alles brach sofort ab. Aber dieses Pech ist Teil des Karrierewegs, und diese ganze Verletzungsperiode hat mich wieder stärker gemacht. Das wird mich nicht brechen.“

Werder Bremens Karl Hein: „Die Verletzung hat jetzt wirklich die Alarmglocken läuten lassen, dass es Zeit ist, die Daumen zu tapen“

Konsequenzen wird Karl Hein für die Zukunft dennoch daraus ziehen, kündigte der Profi des SV Werder Bremen an. „Ich glaube, diese Verletzung hat jetzt wirklich die Alarmglocken läuten lassen, dass es Zeit ist, die Daumen zu tapen, damit die Gelenke etwas stabiler sind“, sagte er. „Ehrlich gesagt möchte ich mich nicht mehr mit Handverletzungen befassen – es waren schon drei, ich habe bereits drei Operationen an der Hand gehabt.“ Auch eine angebrochene Schulter nach einem Länderspiel gegen Israel im März 2025 habe er überstehen müssen. Und kämpfte sich anschließend wieder auf sein gewohntes Leistungsniveau zurück.

„Die Leute, die mich kennen – meine Freunde – können bestätigen, dass ich nach Ronaldo der zweitarbeitsamste Profi bin“, sagte Karl Hein lachend – und der Keeper des SV Werder Bremen fügte an: „Nein, Spaß beiseite – ich bin wirklich sehr, sehr fleißig. Ich genieße es, erfreue mich an der harten Arbeit, und manchmal übertreibe ich es sogar – selbst im Urlaub in Estland gehe ich mit den Jungs auf den Platz für zwei Stunden, sie schießen auf mich, und ich werde nicht müde, weil ich einfach besser werden will.“  mbü

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

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