Aufregung um Werder-Partie in Wolfsburg

„Wie kann man hier nicht die Absicht erkennen?“ Nach verwehrtem Handelfmeter für den SV Werder: Ex-Schiri Gräfe schimpft über VAR

Werder Bremen wurde gegen Wolfsburg ein Handelfmeter verwehrt, obwohl VfL-Verteidiger Sebastiaan Bornauw den Ball deutlich sichtbar an den Arm bekam (li.). Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe (re.) kritisierte den VAR deshalb scharf.
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Werder Bremen wurde gegen Wolfsburg ein Handelfmeter verwehrt, obwohl VfL-Verteidiger Sebastiaan Bornauw den Ball deutlich sichtbar an den Arm bekam (li.). Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe (re.) kritisierte den VAR deshalb scharf.

Dem SV Werder Bremen wurde im Bundesliga-Spiel in Wolfsburg ein Handelfmeter verwehrt, obwohl VfL-Verteidiger Sebastiaan Bornauw den Ball deutlich sichtbar an den Arm bekam. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe kritisierte auf „X“ den VAR.

Bremen – Es wäre die große Chance auf einen dritten Treffer des SV Werder Bremen gewesen, doch als es in der 72. Minute ganz stark nach Handspiel im Strafraum des VfL Wolfsburg roch, blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. Referee Tobias Reichel schaute sich die Szene nicht einmal auf dem Bildschirm an, sondern ließ die Begegnung einfach weiterlaufen. Nicht wenige, die es mit Werder halten, fühlten sich um einen Elfmeter gebracht. Der frühere Fifa- und Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte sich ebenfalls entsetzt und kritisierte einmal mehr die ehemaligen Kollegen.

Kein Handelfmeter für Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg: Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe kritisiert VAR

„Handspiel, die x-te“, schrieb Manuel Gräfe am Montag beim Kurzmitteilungsdienst „X“. „Wenn man das auf dem Feld nicht richtig erkennt, weil es sehr schnell geht, ok. Aber mit VAR?!“ Der genaue Wortwechsel zwischen dem Kölner Keller und Schiedsrichter Reichel ist unbekannt, doch immerhin hatte Clemens Fritz einen kleinen Einblick in den Austausch geben können. Der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen war nach der Partie nämlich beim Regelhüter vorstellig geworden, um sich das Handeln nach der Aktion von Wolfsburgs Verteidiger Sebastiaan Bornauw erklären zu lassen: „Der Schiedsrichter meinte, dass er die Szene schon wahrgenommen hat und ihn auch der Video-Assistent darauf hingewiesen hat, aber beide haben es dann wohl gleich interpretiert – nämlich, dass der Arm nicht rausgeht, sondern schon dort war und der Spieler sogar versucht, diesen wegzudrehen.“

Ex-Schiri Manuel Gräfe über Handspiel bei Wolfsburg gegen Werder Bremen: „Der Spieler sieht den Ball und nimmt den Arm extra raus“

Genau diese Einschätzung kann Manuel Gräfe überhaupt nicht verstehen. „Wie kann man hier die Absicht nicht erkennen?“, schimpfte der 50-Jährige. „Der Spieler sieht den Ball und nimmt den Arm extra raus.“ Auch drei Bilder, die als Beleg für diese These dienen sollten, teilte Gräfe über die sozialen Medien. Bereits am Sonntag hatte Ole Werner, Trainer des SV Werder Bremen, seinen Unmut über den VAR zum Ausdruck gebracht: „Diese Handregel nervt irgendwie alle. Ein und die gleiche Situation wird Woche für Woche anders entschieden.“ Und Werner schob nach dem Spiel beim VfL Wolfsburg hinterher: „Ich hätte den Elfmeter als Trainer von Werder Bremen gern bekommen, habe ihn aber nicht bekommen. Wenn sowas dann nächste Woche in unserem Strafraum passiert, wäre mir nur wichtig, dass genauso entschieden wird.“ (mbü)

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