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Bremen - Florian Kohfeldt irrte. Und er wird sich sogar darüber freuen. Denn hinsichtlich der Verletzung, die sich Mittelfeldmann Ole Käuper am Samstag beim 6:1-Sieg gegen Wormatia Worms zugezogen hatte, war der Werder-Trainer ziemlich pessimistisch gewesen.
„Ich habe ein blödes Gefühl“, hatte er gesagt und nach dem Verletzungsaus des 21-Jährigen eine mehrmonatige Pause befürchtet. Am Montag durfte das „blöde Gefühl“ jedoch der Erleichterung weichen. Denn Käuper hat sich bei dem Foul des Wormser Jan-Lucas Dorow zwar eine Teilruptur des Außenbandes im rechten Sprunggelenk sowie eine Kapselverletzung zugezogen, doch das bedeutet nur eine Pause von wenigen Wochen. „Ich bin guter Hoffnung, dass Ole nach der Länderspielpause Anfang September wieder dabei ist“, erklärt Kohfeldt in einer Mitteilung des Vereins.
Baumann: „Halten Augen und Ohren offen“
Wäre Käuper, der gerade erst nach einer siebenmonatigen Pause ins Team zurückgekehrt war, erneut über einen längeren Zeitraum ausgefallen, hätte Werder wohl handeln und einen weiteren defensiven Mittelfeldspieler verpflichten müssen. Schließlich ist Käuper der einzige Ersatzmann für Philipp Bargfrede.
Ein Notkauf ist jetzt zwar nicht nötig, dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass Sportchef Frank Baumann noch personell nachlegt. „Wir trauen Ole die Rolle zu. Aber es kann trotzdem sein, dass wir noch jemand anderen dazunehmen. Die Wahrscheinlichkeit wäre aber höher gewesen, wenn Ole länger ausfallen würde“, sagte er gegenüber der DeichStube. Grundsätzlich gilt: „Wir halten bis zum Transferschluss Ende August Augen und Ohren offen. Wir sehen keine absolute Notwendigkeit für eine weitere Verpflichtung, haken das Thema aber auch nicht ab.“