Offene Rechnung und Medaille im Blick

Werders U23-Angreifer Kein Sato trumpft mit Japan bei Olympia auf - und empfiehlt sich für mehr?

Kann sich Kein Sato beim SV Werder Bremen für höhere Aufgaben empfehlen?
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Kann sich Kein Sato beim SV Werder Bremen für höhere Aufgaben empfehlen?

Kein Sato sorgt mit der japanischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen für Furore - empfiehlt sich der U23-Stürmer beim SV Werder Bremen gerade für höhere Aufgaben?

Bremen – Kein Sato lebt gerade seinen Traum. Bei den Olympischen Spielen ist der U23-Stürmer des SV Werder Bremen mit der japanischen Auswahl ins Viertelfinale des dortigen Fußballturniers vorgeprescht. Der 23-Jährige hat beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen Israel nicht nur das erste Mal in der Startelf gestanden, sondern auch noch in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer vorbereitet. Reift da etwa gerade ein wenig unter dem Radar ein Talent heran, das auch bei Werder (U23 hier im Liveticker gegen Kickers Emden) demnächst auf höchstem Niveau für Furore sorgen kann?

„Er ist ein Spieler, der läuferisch sehr stark ist und auch gewillt, sich stetig weiterzuentwickeln. Das hat man nun auch bei Olympia gesehen“, lobt Werder-Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube. „Japan macht das aktuell sehr souverän. Wir drücken Kein natürlich die Daumen, dass es am Ende zu einer Medaille reicht.“ Sato war im vergangenen Sommer von der Meiji University an den Osterdeich gewechselt, doch die reinen Leistungsdaten sind noch überschaubar. In der vergangenen Bremen-Liga-Saison kam der 1,78 Meter große Akteur lediglich auf 16 Einsätze, wobei ihm immerhin fünf Treffer gelangen. Allerdings lohnt ein genauerer Blick auf die Statistik. Viele Partien verpasste der Asiate, weil er mit der Junioren-Auswahl seines Landes unterwegs war. Genau diese Einsätze haben den wendigen Angreifer jetzt zu den Olympischen Spielen gebracht – und deshalb hatte Werder Bremen dem Talent in den vergangenen Monaten auch keine Steine in den Weg legen wollen.

Kein Sato vom SV Werder Bremen sorgt mit Japan bei den Olympischen Spielen für Furore - Chancen bei den Werder-Profis?

Wenn alles optimal läuft, dann profitiert ja auch nicht nur Kein Sato selbst von der zusätzlichen Erfahrung auf internationalem Terrain, auch bei den Grün-Weißen kann daraus im Endeffekt sportlicher Profit geschlagen werden. Aber: Trotz der Ausrufezeichen auf großer Bühne ist der Japaner auch weiterhin für die U23 des SV Werder Bremen vorgesehen. „Im letzten Jahr hat er in der Bremen-Liga gespielt, wird demnächst Regionalliga spielen. Das allein ist schon etwas ganz anderes, da wollen wir erst einmal seine weitere Entwicklung abwarten“, erklärt Fritz, ergänzt aber auch: „Er ist natürlich einer jener Perspektivspieler, die wir auch aus Sicht der Profimannschaft im Blick haben. Er wird ganz sicher punktuell bei den Profis mittrainieren – und dann werden wir mal sehen, wohin die Reise mit ihm geht.“

Zunächst einmal steht definitiv ein Trip nach Lyon an. Dort treffen Kein Sato und Co. am Freitag im Viertelfinale auf Spanien (17 Uhr). Und mit den Iberern haben die Asiaten noch eine Rechnung offen, denn sie waren es, die vor drei Jahren ausgerechnet bei den Olympischen Spielen in der heimischen Hauptstadt Tokio für ein Halbfinal-Aus nach Verlängerung sorgten. „Ich bin wirklich aufgeregt“, gab der Bremer in einem Interview nach dem Israel-Spiel zu und schrieb später bei Instagram: „Schöner Sieg. Umschalten und bereit sein für einen weiteren.“ (mbü)

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