Werder-Profis auf dem Abstellgleis
Kein Transfer, kaum Perspektive: Kownacki und Alvero vor schwierigen Monaten bei Werder
Kein Sommer-Transfer, Perspektive auf Spielzeit haben Dawid Kownacki und Skelly Alvero bei Werder Bremen aber kaum - wie es mit dem Duo weitergehen soll!
Auch am Dienstag standen Skelly Alvero und Dawid Kownacki im Training des SV Werder Bremen auf dem Platz. Dabei hätten beide Profis eigentlich nicht mehr da sein sollen. Schließlich war es der klare Wunsch der Bremer Verantwortlichen, sich sowohl vom französischen Mittelfeldspieler als auch vom polnischen Angreifer zu trennen – auch deshalb, um beim Gehaltsbudget wieder etwas mehr Spielraum zu schaffen. „Es gab in beiden Fällen immer wieder Anfragen, aber am Ende hat es aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Wir haben keine Lösung finden können, die für alle Seiten gepasst hat“, sagt Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball, im Gespräch mit der DeichStube und schiebt hinterher: „Beide haben jetzt die Möglichkeit, sich zu beweisen.“
Wirklich rosige Aussichten besitzen sowohl Dawid Kownacki als auch Skelly Alvero allerdings nicht. Ersterer steht in der Stürmer-Hierarchie klar hinter Niclas Füllkrug, Cedric Itten und Salim Musah auf Rang vier. Zudem wird im Laufe des Winters auch Keke Topp nach seinem Kreuzbandriss zurückerwartet. Zwar lässt sich Kownacki, der beim SV Werder Bremen nur noch einen Vertrag bis 2027 besitzt und bei dem zuletzt ein Transfer in seine Heimat zu Pogon Stettin platzte, im Training nicht hängen, doch eine Aussicht auf Einsatzzeit hat der 29-Jährige, der bisher nicht im Spieltagskader stand, aber kaum.
Skelly Alvero lief zuletzt in der U23 des SV Werder Bremen auf – allerdings nur mit mäßigem Erfolg
Ähnlich geht es Skelly Alvero. Der einst knapp fünf Millionen Euro teure Einkauf zeigte in der Vorbereitung unter anderem im Test gegen Zweitligist Energie Cottbus einige gute Ansätze. Wirklich vielversprechend sind seine Aussichten im Mittelfeld allerdings auch nicht. Die zeitnahe Rückkehr von Senne Lynen dürfte dem Franzosen, der bei Werder Bremen noch bis 2028 unter Vertrag steht, noch weiter von Spielminuten entfernen. Alvero kam deshalb bereits am vergangenen Wochenende in der Regionalliga Nord für Werders U23 zum Einsatz – mit allerdings nur mäßigem Erfolg. Ob die U23 bis zum Winter tatsächlich ein weiteres Modell für den Franzosen sein soll, um Spielpraxis zu sammeln, ist dem Vernehmen nach noch nicht final besprochen.
Sollte sich die Situation beider Spieler wider Erwarten bis zum Winter nicht verändern, gelten Skelly Alvero und Dawid Kownacki dann erneut als mögliche Abgangskandidaten. Bis dahin sagt Peter Niemeyer: „Man hat diese eine Karriere und man muss versuchen, das Maximale aus ihr herauszuholen. Dabei werden wir die Jungs begleiten und unterstützen.“ Dass sich beide angesichts ihrer sportlichen Situation hängen lassen könnten, sieht der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen nicht: „Eine offensichtliche Frustration nehme ich bei ihnen nicht wahr. Die Situation ist sicherlich nicht einfach, aber es gibt eben auch nicht nur leichte Momente. Umso mehr muss man dann das Beste daraus machen.“ (bvo/mbü)
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