Transfer oder Verbleib?
Kein Transfer am Deadline Day: Bleibt Werder auf zwei aussortierten Spielern sitzen? Das sagt Sportchef Clemens Fritz
Auch nach dem Deadline Day sind Dawid Kownacki und Skelly Alvero noch bei Werder Bremen. Beide sollen noch gehen, doch vor allem einer könnte bleiben.
Auch am Deadline Day, dem letzten Tag der Transferphase in Deutschland, Frankreich, England und Spanien, hat der SV Werder Bremen keinen passenden Abnehmer für seine beiden Wechselkandidaten Skelly Alvero und Dawid Kownacki gefunden. Bleiben die Grün-Weißen nun also endgültig auf beiden gedanklich längst aussortierten Spielern sitzen?
Bisher kein Transfer von Skelly Alvero und Dawid Kownacki: Wen gibt Werder Bremen noch ab?
Werder-Sportchef Clemens Fritz hat sich am Dienstagabend in einer Medienrunde zu beiden Personalien geäußert und die Hoffnung auf zwei späte Transfers zumindest nicht gänzlich aufgegeben. „Bei Skelly ist die Chance sehr groß, dass er hierbleiben wird“, erklärte der 45-jährige Ex-Profi zwar und ergänzte: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir Patrice Covic (Last-Minute-Leihe zu Zweitligist Dynamo Dresden, d. Red.) mehr Spielzeit ermöglichen wollen, deswegen ist bei Skelly schon die Chance da, dass er bleibt.“
Und doch wären die Grün-Weißen nach Informationen der DeichStube einem Abgang von Skelly Alvero gegenüber weiterhin alles andere als abgeneigt. Denn den Verantwortlichen am Osterdeich fehlt nach dessen missratener Leihe zum französischen Zweitligisten Amiens SC – inklusive Abstieg – und einer schwachen Vorbereitung schlichtweg die Fantasie, dass der 2,02 Meter große Franzose beim SV Werder Bremen wider Erwarten doch noch einmal richtig durchstartet.
Werder Bremen möchte Dawid Kownacki noch abgeben – kommt es noch zum Transfer?
Bei Angreifer Dawid Kownacki ist die Lage ähnlich festgefahren. Der Pole ist im Team von Trainer Daniel Thioune hinter Niclas Füllkrug, Cedric Itten und Salim Musah nur Mittelstürmer Nummer vier – bei den ersten Pflichtspielen der Saison stand er nicht einmal im Kader. Zuletzt soll sich der 29-Jährige, der in der vergangenen Saison an Hertha BSC verliehen war, trotz deutlicher Signale des SV Werder Bremen aber gegen einen Last-Minute-Wechsel entschieden haben und nun offenbar gewillt sein, sich in Bremen durchzusetzen. Was auch mit seinem recht üppigen Gehalt zusammenhängen dürfte. Kownackis Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027 – danach könnte er ablösefrei gehen. Doch das will Werder verhindern und Kownacki noch in diesem Sommer loswerden.
Transfer von Dawid Kownacki und Skelly Alvero nach Deadline Day: Wohin die Profis des SV Werder Bremen noch wechseln können
„Es gibt noch Märkte, die offen sind“, sagt Fritz mit Blick auf Dawid Kownacki und erhöht den Druck: „Es ist klar kommuniziert, dass wir drei Stürmer im Kader haben, auf die wir bauen. Deswegen sind wir auf der Position überbesetzt. Wir wollen da eine Lösung finden. Das ist transparent an Dawid und seinen Berater kommuniziert. Wir sind auch aktuell im Austausch mit seiner Agentur. Nun müssen wir die nächsten Tage abwarten, was noch passiert.“
Unter anderem sind noch Wechsel von Werder Bremen nach Dänemark, Norwegen und in die Niederlande möglich, wo die Transferfenster bis zum 2. September (Mitternacht) geöffnet sind. Auch in die USA, nach Österreich, Belgien (alle bis 3. September), in die Türkei (4. September) oder nach Polen (9. September), wo Kownacki nach wie vor einen guten Ruf genießt, können noch Transfers abgewickelt werden. (mwi)
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