VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen
Keine Einsatzgarantie für Belfodil
Bremen - Max Kruse spielt definitiv nicht, so viel ist klar. Darüber, wer den verletzten Stürmer (Schlüsselbeinbruch) am Dienstagabend während des Auswärtsspiels beim VfL Wolfsburg (20.30 Uhr) ersetzt, darf seit Montagmittag aber spekuliert werden.
Vieles sprach zuletzt für Neuzugang Ishak Belfodil, der nach dem 1:2 gegen Schalke 04 betont hatte: "Ich werde alles tun, um der Mannschaft zu helfen." Sein Trainer Alexander Nouri vermied es aber, dem 1,91-Meter-Mann vor dem Duell eine Einsatzgarantie auszusprechen. "Er ist eine Option", sagte Nouri nur.
"Wir haben ja mehrere Optionen"
Nach dem Schalke-Spiel hatte der Coach angekündigt, dass Werder abwarten müsse, wie gut Belfodil die Belastung nach seinem 75-minütigen Einsatz, bei dem er durchaus gute Ansätze gezeigt hatte, wegstecken würde. "Wir haben mit ihm gesprochen. Das war extrem wichtig, denn wir mussten natürlich schauen, wie schnell er regeneriert", berichtete Nouri.
Belfodil, der sich nach seinem Wechsel von Standard Lüttich noch an das Tempo in der Bundesliga gewöhnen muss, gab offenbar grünes Licht. Nouri erklärte trotzdem, dass eine andere personelle Variante denkbar sei. "Wir haben ja mehrere Optionen und werden schauen, was am besten zu unserer Strategie passt."
Ishak Belfodil: Seine Karriere in Bildern




Allzu viele Alternativen hat der Trainer nicht. Nachwuchsstürmer Johannes Eggestein ist ein Kandidat für die Rolle an der Seite von Fin Bartels. Für den 19-Jährigen wäre es das Startelf-Debüt in der Bundesliga. Izet Hajrovic, der gerade erst nach neun Monaten sein Bundesliga-Comeback gefeiert hat, dürfte noch nicht als bevorzugte Lösung gelten. Yuning Zhang (fehlende Qualität) und Aron Johannsson (auf dem Abstellgleis) spielen ohnehin keine Rolle.
System-Änderung schließt Nouri aus
Es bliebe auch noch Florian Kainz als weitere Möglichkeit. Doch der Österreicher ist im Mittelfeld grundsätzlich besser aufgehoben und wäre aufgrund ähnlicher Spielanlage auch nicht der ideale Partner für Fin Bartels. In der Pflicht, vorne für Musik zu sorgen, sieht sich Kainz aber dennoch: „Ich muss jetzt den nächsten Schritt gehen und der Mannschaft mit Toren und Assists helfen.“
Dass Nouri sein bevorzugtes 3-5-2-System nach dem Kruse-Ausfall ändert, schloss er praktisch aus: „In die funktionierende Grundordnung einzugreifen, ist nicht unbedingt die erste Option.“