Lob für Werder-Neuzugang
Ex-Trainer schwärmt von Werder-Rückkehrer Topp: „Er war schon damals beeindruckend“
Keke Topp hat sich für eine Rückkehr zum SV Werder Bremen entschieden. Darüber, dass das Sturmtalent an die Weser zurückkehrt, freut sich auch sein früherer Trainer Björn Dreyer, der von seinem einstigen Schützling schwärmt.
Bremen – Dass Keke Topp in diesem Sommer zum SV Werder Bremen zurückkehren könnte, davon hatte ein Mann schon ziemlich früh Wind bekommen: Björn Dreyer. Der aktuelle U17-Trainer der Grün-Weißen arbeitete vor Topps einstigem Transfer zum FC Schalke 04 selbst eng mit dem Top-Talent zusammen, ehe es vor drei Jahren zur Trennung kam. Zum Bruch zwischen Spieler und Trainer führte der Wechsel aber nicht, im Gegenteil: Topp und Dreyer stehen bis heute in Kontakt. Und das, obwohl Topps Abschied den Coach seinerzeit ziemlich geschmerzt hatte. „Als Keke mir damals gesagt hat, dass er sich für diesen Schritt entschieden hat, tat das schon weh“, blickt Dreyer im Gespräch mit dem „kicker“ zurück: „Aber er wollte einfach unter diesem Trainer spielen, und dann muss man das auch akzeptieren, finde ich.“
Werder Bremens Björn Dreyer: „Keke Topp hat aussichtsreiche Chancen, gut bei den Fans anzukommen“
Mit diesem Trainer meint Björn Dreyer keinen Geringeren als die Nachwuchscoach-Legende Norbert Elgert. Der 67-Jährige gilt als Entdecker und Ausbilder zahlreicher Top-Talente, unter anderem von Nationalspieler Leroy Sané. Elgerts Ruf konnte auch Keke Topp, der einst als Neunjähriger zum SV Werder Bremen gewechselt war, nicht widerstehen. Und die Entscheidung, unter Elgert zu spielen, sollte sich als goldrichtig erweisen: In Gelsenkirchen reifte der in Bremervörde geborene Stürmer nämlich nicht nur zum Torjäger in der U19-Bundesliga-Mannschaft und im deutschen U19-Nationalteam, sondern kam in der Saison 2021/22 auch zu einem ersten Kurzeinsatz für die Zweitliga-Profis des FC Schalke 04. In der darauffolgenden Spielzeit feierte Topp sogar seine Bundesliga-Premiere, ehe ihm in in der abgelaufenen Spielzeit mit 25 Zweitliga-Einsätzen (fünf Tore) endgültig der Durchbruch im Profifußball gelang.
Umso mehr freut sich Björn Dreyer nun, dass sein Ex-Schützling den Weg zurück zum SV Werder Bremen gefunden und sich wieder seinem Herzensclub angeschlossen hat - nachdem er sich zuvor auch noch die Meinung seines Ex-Trainers eingeholt hatte. „Letztlich haben ihn die Gespräche hier echt überzeugt, wie ich gehört habe – und das habe ich dann natürlich auch sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen. Diese Geschichte ist einfach schön“, findet der 35-Jährige, der Keke Topp sogar zutraut, sich an der Weser zu einem neuen Publikumsliebling zu entwickeln. „Keke hat sicherlich aussichtsreiche Chancen, gut bei den Fans anzukommen.“ Topp verfüge über ein „sehr gesundes Selbstvertrauen“, weswegen es ihm „in der Regel egal ist, gegen wen er spielt. Das war schon damals beeindruckend“, findet Dreyer, der auch von den sportlichen Vorzügen des Mittelstürmers schwärmt.
Schon gelesen? Präziser Schütze mit viel Power - Stärken und Schwächen: Werder Bremens Neuzugang Keke Topp in der Daten-Analyse!
Werder Bremens U17-Trainer Björn Dreyer über Keke Topp: „Er hat diesen absoluten Willen, Spiele zu gewinnen“
„Keke hat wie Niclas (Füllkrug, d. Red.) ein richtig gutes Kopfballspiel und einen sehr guten Abschluss“, betont Björn Dreyer. Auch die Statur des 1,92 Meter großen Neuzugangs ähnele der von A-Nationalspieler Füllkrug, mit dem Dreyer einst selbst im Werder-Nachwuchs zusammenspielte. Am wichtigsten sei jedoch, dass Topp „seinen Körper super einzusetzen weiß: Er kann die Bälle vorne festmachen“, sagt Dreyer, der Keke Topp nicht nur deshalb auch den Sprung in die Bundesliga zutraut. „Das ist natürlich noch mal ein größerer Schritt für ihn, an den er auch demütig rangehen sollte. Aber er hat jetzt schon als junger Spieler bewiesen, dass er in der 2. Liga trifft“, sagt der A+-Lizenz-Inhaber, dem die außergewöhnliche Einstellung des Neuzugangs des SV Werder Bremen imponiert: „Er hat diesen absoluten Willen, Spiele zu gewinnen, mit dem er andere mitreißen kann.“ (mwi)