Die Folgen der Klaassen-Verpflichtung
Ist Möhwald jetzt der Verlierer?
Bremen - Ganz Werder freut sich über die Verpflichtung von Mittelfeld-Star Davy Klaassen – nur einer dürfte nicht ganz so begeistert sein: Kevin Möhwald.
Der 25-Jährige war vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg zum SV Werder gewechselt, um in der Bundesliga Fuß zu fassen. Ausgerechnet für seine Position auf der Acht im Mittelfeld tätigten die Bremer nun ihren Rekordtransfer und holten Klaassen.
„Natürlich wird es dadurch für Kevin einen Tick schwieriger“, gesteht Sportchef Frank Baumann, macht Möhwald aber auch Mut: „Kevin hat das in den ersten Wochen auf dieser Position sehr, sehr gut gemacht. Er wird in dieser Saison ein wichtiger Spieler für uns sein. Kevin kann ja auch noch andere Positionen spielen.“
Damit meint Baumann zum Beispiel den Posten des Sechsers. Das Problem: Dort ist Philipp Bargfrede gesetzt. Und für den 29-Jährigen soll auch noch ein echter Backup verpflichtet werden. Bliebe Möhwald noch die Position des zweiten Achters. Aber auch da hat sich Trainer Florian Kohfeldt schon festgelegt und Maximilian Eggestein eine Einsatzgarantie ausgesprochen.
Möhwald: Ganz andere Entwicklung als der gleich alte Klaassen
Die neue Situation scheint Möhwald bislang aber nicht zu hemmen. Im Gegenteil: Nach seiner Einwechslung am Freitagabend in Bielefeld „hatte er gute Aktionen“, lobt Baumann. Das sei die richtige Reaktion. Deshalb macht sich der Sportchef auch keine Sorgen um Möhwalds Entwicklung. Die ist übrigens eine ganz, ganz andere als bei Klaassen. Beide sind zwar mit 25 Jahren gleich alt, aber Klaassen als Nationalspieler der Niederlande, einstiger Kapitän von Ajax und nun auch als Rekordtransfer in einer ganz anderen Liga unterwegs.
Möhwald muss es überhaupt erst noch in eine erste Liga schaffen. Beim 1. FC Nürnberg hätte er es als Aufstiegsheld nun in der Bundesliga vielleicht etwas leichter gehabt. Doch die Entscheidung für einen Wechsel zum SV Werder war längst gefallen, als die Rückkehr des Clubs ins Fußball-Oberhaus feststand. „Bei uns ist die Konkurrenz nun mal sehr groß“, merkt Baumann dazu nur an: „Und Konkurrenz ist immer wichtig.“
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