Vor Werder-Heimspiel gegen Leipzig
Werder-Trainer Werner bläst zum Angriff auf Platz sechs: „Das wäre überragend“
Werder Bremen kann sich noch für Europa qualifizieren, das weiß auch Ole Werner - und Werders Cheftrainer bläst im Saison-Endspurt zum Angriff auf Bundesliga-Platz sechs!
Bremen – Es ist Crunchtime! Zwei Spiele sind es noch, dann fallen die Würfel in der Fußball-Bundesliga. Zwei Spiele, in denen der SV Werder Bremen noch etwas Großes erreichen kann – nämlich die erste Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb seit 2010. Das weiß auch Trainer Ole Werner, der am Sonntag, einen Tag nach dem enttäuschenden 2:2 bei Union Berlin, seinen 37. Geburtstag gefeiert hat. Etwas zu feiern haben möchte der Bremer Chefcoach auch nach dem Saisonende, wie er am Montag auf einer Tagung des Bunds Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) verriet. Auf die Frage, wohin es in dieser Saison noch mit seiner Mannschaft gehen soll, antwortete er: „Wir hoffen, dass noch sechs Punkte dazukommen, und dann wird man sehen, wofür es am Ende das Tages reicht.“ Denn eines steht für den gebürtigen Preetzer außer Frage: „Wenn du die letzten Spieltage da oben mitmischst, dann willst du natürlich auch noch den einen oder anderen Platz klettern. Das ist das Ziel. Dafür brauchst du wahrscheinlich diese sechs Zähler, die noch zu vergeben sind.“
Werder Bremens Ole Werner: „Wir haben es in den letzten drei Jahren hinbekommen, uns kontinuierlich zu entwickeln“
Zwei Siege müssen in den verbleibenden beiden Partien gegen den direkten Kontrahenten RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) und den abstiegsbedrohten 1. FC Heidenheim (17. Mai) also noch her. Die Tatsache, dass sich der SV Werder Bremen überhaupt in diese tolle Ausgangslage gebracht haben, bereitet dem 37-Jährigen schon allein große Freude. „Ich glaube, dass wir es in den letzten drei Jahren hinbekommen haben, uns kontinuierlich zu entwickeln“, betonte er – und fügte an: „Bei all den Schwierigkeiten, die auch mal da gewesen sind, bei allen finanziellen Rahmen, die gesetzt sind, haben wir es trotzdem immer wieder geschafft, aus uns selbst heraus eine Entwicklung anzuschieben. Das ist etwas, worauf wir stolz sein können.“ Und etwas, das dazu geführt hat, dass sich aus einem einst fragilen Absteiger wieder eine feste Größe in der Bundesliga gebildet hat. Oder wie Ole Werner es formuliert: „Wenn man nach dem Aufstieg dreimal in Folge sehr ungefährdet die Klasse hält, dann in den letzten beiden Jahren zumindest in Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen ist, und es jetzt vielleicht sogar schaffen kann, dann kannst du schon von einer Etablierung in der Bundesliga sprechen.“
Und diese soll nun mit dem nächsten Schritt gekrönt werden: der Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Drei Punkte trennen den SV Werder Bremen aktuell von Platz 6, der zur Teilnahme an der Uefa Conference League berechtigen würde. Genau diesen Rang wünscht sich Ole Werner in der Endabrechnung: „Wir versuchen natürlich auch dieses Jahr, wieder besser abzuschneiden. Von den Punkten ist uns das schon gelungen, von der Platzierung versuchen wir es erneut hinzubekommen und nach Möglichkeit unter die ersten Sechs zu kommen. Das wäre natürlich überragend.“ Dann würde seine Mannschaft aus einer ohnehin schon „guten Saison“ eine „noch deutlich bessere“ machen und für die langersehnte Rückkehr europäischer Nächte am Osterdeich sorgen. (mwi)
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