Ex-Werder-Manager bei „eingeDEICHt“

Kownacki, Dinkci, Agu - der besondere Blick von Klaus Allofs auf Ex-Club Werder

Klaus Allofs, Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf, spricht im eingeDEICHT-Podcast über viele Themen rund um seinen Ex-Club Werder Bremen.
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Klaus Allofs, Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf, spricht im eingeDEICHT-Podcast über viele Themen rund um seinen Ex-Club Werder Bremen.

Im Podcast „eingeDEICHt“ spricht Klaus Allofs über Werder Bremen, was ihn an Dawid Kownackis schwieriger Lage verwundert, das Düsseldorfer Interesse an Eren Dinkci und seine Sicht auf die Sportchef-Suche.

Bremen – Am 4. Februar feiert der SV Werder Bremen seinen 125. Geburtstag, sechs Tage später steigt an der Weser die große Jubiläumsparty. Klaus Allofs ist natürlich auch eingeladen, schließlich hat der 67-Jährige den Club als Spieler und Geschäftsführer entscheidend mitgeprägt und war bei vielen großen Erfolgen dabei. Im Podcast „eingeDEICHt“ der DeichStube spricht Allofs, der inzwischen als Sportvorstand beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf tätig ist, ausführlich über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei den Grün-Weißen.

„In mir steckt noch eine ganze Menge Werder“, sagt Allofs und strahlt, als würde seine Bremer Vergangenheit gerade vor seinem geistigen Auge ablaufen. Zwei Mal ist er mit Werder Bremen Meister geworden, fünf Mal Pokalsieger und ein Mal Europapokalsieger. Auch mehr als zehn Jahre nach seinem Abschied aus der Hansestadt verfolgt er die Partien seines Ex-Vereins, aber nicht nur diese. „Ich schaue mir fast alle Fußballspiele an, die ich gucken kann. Man ist ja immer auf der Suche nach irgendwelchen Möglichkeiten. Dann schaut man auch mal, wer bei Werder gerade nicht im Kader ist und dann für die Fortuna interessant sein könnte“, erzählt Klaus Allofs und verrät: „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir vor der Saison sehr intensiv an Eren Dinkci interessiert waren. Da gab es einen Austausch mit Werder. Felix Agu war in der Vergangenheit auch ein Thema, weil er verletzt war und nicht zu seinen Einsätzen gekommen ist.“

Dawid Kownacki spielt kaum bei Werder Bremen - Rückkehr zu Fortuna Düsseldorf für Klaus Allofs kein Thema

Aktuell stünde aber kein Werder-Profi auf Fortunas-Liste – auch nicht Dawid Kownacki, der im Sommer ablösefrei vom Rhein an die Weser gewechselt ist, dort aber nur sehr unregelmäßig zum Einsatz kommt. „Eine Rückholaktion ist kein Thema. Das hat aber nichts mit der Qualität von Dawid zu tun. Wir haben uns intensiv bemüht, Dawid zu behalten. Aber sein Vertrag lief aus – und dann hat man als Stürmer, der gerade in der 2. Liga sehr erfolgreich war, sehr viele Möglichkeiten.“ Kownacki entschied sich für Werder Bremen. „Ich fand es damals eine gute Wahl“, urteilt Allofs.

Dass der Pole es nun schwer habe, sich gegen Stürmer wie Marvin Ducksch und Rafael Borré einen Stammplatz zu ergattern, sei keine Überraschung. „Dass dahinter aber seine Konkurrenten wie Justin Njinmah und Nick Woltemade oftmals vor ihm eine Chance bekommen haben, das hat mich schon verwundert“, so Klaus Allofs: „Dawid ist schon jemand, der sehr viel Zuspruch braucht - und auch Bestätigung, die bekommt man eben nur durch Einsätze. Er ist da sicherlich in einer schwierigen Situation.“ Die aber allein schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht mit einer Rückkehr zu Fortuna Düsseldorf gelöst werden könne.

Klaus Allofs über Sportchef-Suche bei Werder Bremen: „Schnell eine Entscheidung treffen, um nicht nicht zu viel kaputt zu machen“

Natürlich beobachtet Allofs nicht nur die Entwicklung auf dem Bremer Rasen, sondern auch in der Führungsebene des SV Werder Bremen. Dort haben längst seine ehemaligen Spieler Frank Baumann als Geschäftsführer und Clemens Fritz als Leiter Profifußball das sportliche Sagen. „Dass Frank im Sommer aufhört, bedauere ich sehr, weil er eigentlich noch sehr jung ist. Aber es zeigt auch, dass es ein sehr fordernder Beruf ist“, sagt Klaus Allofs. Es sei vom Aufsichtsrat absolut legitim, sich auch mit externen Kandidaten zu beschäftigen. „Man muss aber auch wissen, dass man Clemens Fritz zumindest ein wenig in Frage stellt. Es soll kein Ratschlag sein, aber ich kann nur sagen, wie ich es machen würde: Es wäre sinnvoll, schnell eine Entscheidung zu treffen, um da nicht zu viel kaputt zu machen.“

Beim Blick auf die aktuelle Saison ist der Ex-Profi derweil sehr optimistisch. „Werder wird mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.“ Und dann hätte er nichts dagegen, wenn es in der nächsten Spielzeit ein Wiedersehen in der 1. Liga gibt. Seine Fortuna startet am Sonntag gegen Hertha BSC als Tabellenvierter in die Rückrunde. „Wir wollen so lange wie möglich oben dranbleiben. Vielleicht klappt es dann am Ende“, sagt Klaus Allofs, der sich am 10. Februar direkt nach dem Heimspiel gegen die SV Elversberg auf den Weg zur Jubiläumsparty nach Bremen machen will. (kni)

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