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Bremen – Wo war Rashica? Was ist mit Langkamp? Wer ersetzt Bargfrede? Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat drei Fragen zu drei Personalien hinterlassen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt gibt die Antworten.
Milot Rashica
Im Abschlusstraining am Freitag war er noch dabei, übernahm im Trainingsspiel aber nur die Rolle des freien Mannes, der immer zum Team mit Ballbesitz gehört und nicht attackiert werden darf. Das hatte seinen Grund: Rashica klagt seit Donnerstag über Rückenschmerzen. „Da war eigentlich schon klar, dass er ausfallen würde. Wir haben es am Freitag aber nochmal versucht“, erklärt Kohfeldt. Auf dem Spielberichtsbogen fehlte Rashica dann. Ein langwieriger Ausfall ist aber nicht zu befürchten. Wenn am Dienstag die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr) beginnt, soll der Angreifer wieder dabei sein.
Es krachte in Minute 21. Sebastian Langkamp und Frankfurts Sebastien Haller stießen heftig mit den Köpfen zusammen, blieben beide liegen. Aber nur bei Langkamp floss Blut. Er hatte sich eine nicht gerade kleine Platzwunde zugezogen, die am Spielfeldrand getackert wurde. „Respekt für unseren Doc. Das waren nicht gerade chirurgische Verhältnisse da an der Eckfahne“, meinte Kohfeldt.
Zwar kehrte Langkamp nochmal auf den Platz zurück, aber nach wenigen Minuten war klar, dass der Innenverteidiger nicht mehr würde weiterspielen können. „Durch die Schwellung war sein Sichtfeld eingeschränkt“, erklärte Kohfeldt. Gebrochen sei jedoch nichts, Langkamp war auch nicht schwindelig, weshalb auch eine Gehirnerschütterung auszuschließen ist. Ein Ausfall des 31-Jährigen gegen Nürnberg ist eher nicht zu befürchten.
Warum er Gelb gesehen hat, war ihm ein Rätsel. „Für mich war das keine Gelbe Karte, ich glaube sogar, dass es mein erstes Foul war. Das ist bitter und nicht gerechtfertigt“, klagte Bargfrede über die Szene in der 63. Minute, die ihm eine Sperre für den kommenden Spieltag einbrachte. Denn die „Gelbe“ war schon seine fünfte in der laufenden Saison – heißt: ein Spiel zugucken.
Blöd für Bargfrede, der gerade erst sein Startelf-Comeback nach zwei Monaten Pause wegen einer Achillessehnenreizung gefeiert hatte. Nun muss er wieder zusehen, und Kohfeldt gegen Nürnberg das defensive Mittelfeld neu besetzen. Anwärter: Nuri Sahin und natürlich Kevin Möhwald, der zu Saisonbeginn vom FCN nach Bremen gewechselt war und deshalb besonders auf einen Einsatz am Samstag brennen wird. Kohfeldt: „Wir haben hochwertigen Ersatz. Ich mache mir da keine Sorgen.“
Fotostrecke: So lief der Fight gegen die Eintracht